Zoll-Tango: Trump's Neue Importabgaben Lassen Internationale Branchen Zittern
Die jüngsten Importzoll-Maßnahmen des US-Präsidenten Donald Trump setzen vor allem die weltweit agierenden Pharma- und Möbelhersteller unter Druck. Mit einer beachtlichen Erhöhung der Importzölle um bis zu 100 Prozent auf Arzneimittel hat Trump Unternehmen ins Visier genommen, die vom wichtigen US-Markt abhängig sind. Besonders die deutsche Pharmaindustrie steht unter Zugzwang: Immerhin ist knapp ein Viertel ihrer Exporte für die USA bestimmt, die mit ihren hohen Arzneimittelpreisen einen lukrativen Markt darstellen.
Trump offeriert einen Hoffnungsschimmer für einige Hersteller: Wer Produktionsstandorte in den USA errichtet, kann den Zöllen entgehen. Währenddessen wurde bekannt gegeben, dass Aufschläge von 50 Prozent auch auf Küchenschränke und Badezimmermöbel erhoben werden, wobei Polstermöbel zusätzlich 30 Prozent getroffen werden.
Darüber hinaus liegen schwere Lastkraftwagen mit einem 25-prozentigen Zollaufschlag im Fokus der neuen Regelungen, die Trump mit der Stärkung der heimischen Wirtschaft und einem fragilen Gefühl der „nationalen Sicherheit“ verteidigt. Seine Argumentation: Teurere Importe könnten die Amerikaner dazu bewegen, vermehrt heimische Produkte zu konsumieren.
Parallel dazu schwelt ein Konflikt mit der EU, der nach zähen Verhandlungen in einem temporären Deal mündete. Für europäische Exporteure von Autos bleibt die Lage düster: Trotz einer Senkung des Zollsatzes auf 15 Prozent von August an, bleibt dieser weit über dem Niveau von vor Trumps Amtsantritt. Die Aussicht auf eine Produktionsverlagerung von EU-Unternehmen in die USA zur Umgehung dieser Abgaben rückt daher in den Fokus, ähnlich den Strategien der betroffenen Pharmafirmen.

