Zivile Ziele und Drohnen-Konflikt: Ukraine und Russland im Fokus
In der südukrainischen Metropole Saporischschja führte ein jüngster Drohnenangriff Russlands zu mindestens 29 Verletzten. Iwan Fedorow, der Militärgouverneur der Region, beschuldigte die russischen Streitkräfte, gezielt zivile Einrichtungen anzugreifen. Nach seinen Angaben erlitten Wohngebäude, eine Universität sowie weitere Infrastrukturobjekte beträchtliche Schäden.
In den benachbarten Bereichen Donezk und Dnipropetrowsk registrierte die ukrainische Luftwaffe zusätzliche nächtliche Angriffe. Dabei setzten russische Kräfte insgesamt 150 Drohnen ein, von denen ein großer Teil erfolgreich abgefangen wurde.
Parallel dazu intensivierte die Ukraine ihre Drohnenoperationen gegen die von Russland annektierte Krim. Insbesondere die Hafenstadt Sewastopol wurde mehrmals Ziel von Luftalarm, da russische Medien und Anwohner von Flugabwehraktivitäten und Explosionen in der Nähe von Luftwaffenstützpunkten berichteten. Das russische Verteidigungsministerium verkündete die Abwehr von insgesamt 121 feindlichen Drohnen, darunter 89 auf der Krim.
Zudem sollen zehn Seedrohnen vom Schwarzen Meer aus die Halbinsel bedroht haben. Michail Raswoschajew, von Moskau eingesetzter Verwalter Sewastopols, nannte es den bislang größten Angriff auf die Stadt. Über Schäden lagen keine Berichte vor, während die Ukraine zu ihren Aktionen offiziell schwieg.

