Zinsrate für HELOCs erhöhen sich leicht – Kreditlinien bleiben attraktiv
Die Zinsen für Home Equity Lines of Credit (HELOCs) sind heute leicht gestiegen, dennoch erwarten Kreditgeber keine Zinssenkungen von der Federal Reserve. Ungeachtet dessen bleibt die Nachfrage nach Zweithypothekenprodukten weiterhin hoch.
Seit der ersten Zinssenkung der Fed im letzten September hat sich der Leitzins für bevorzugte Bankkunden von 8% auf 7,50% verringert. HELOC-Kreditgeber orientieren sich bei ihrer Zinspolitik am Leitzins. Nachdem die Fed in diesem Jahr noch keine Zinssenkung ausgelöst hat, sind die Kreditraten bislang in einem engen Rahmen geblieben.
Aktuelle Daten von Zillow zeigen, dass die Zinssätze für 10-jährige HELOCs lediglich um fünf Basispunkte auf 6,75% gestiegen sind. Diese Rate gilt auch für 15- und 20-jährige Kreditlinien. Von der VA unterstützte HELOCs sind minimal um einen Basispunkt auf 6,35% gestiegen.
Hausbesitzer halten derzeit mehr als 34 Billionen Dollar an Wert in ihren Häusern gebunden – der dritthöchste Wert an Wohneigentum in der Geschichte. Bei gegenwärtigen Hypothekenzinsen im hohen 6%-Bereich zögern viele Hausbesitzer, ihre Hauptdarlehen aufzugeben, um einen Verkauf ihrer Immobilie zu vermeiden. Eine HELOC bietet hier eine attraktive Alternative, um auf den in der Immobilie gebundenen Wert flexibel zuzugreifen.
Zu beachten ist, dass HELOC-Zinsen anders als Primärhypotheken berechnet werden. Zweithypothekenzinsen basieren auf einem Indexsatz plus einer Marge, oft dem Leitzins von derzeit 7,50%. Ein zusätzlicher 1%-Punkt führt zu einem HELOC-Satz von 8,50%. Tatsächlich gemeldete HELOC-Sätze sind allerdings häufig niedriger, da Kreditgeber bei der Preisgestaltung von Zweithypotheken wie HELOCs Spielraum besitzen.
Nationale Durchschnittszinsen für HELOCs können "Einführungs"-Sätze umfassen, die nur für sechs Monate oder ein Jahr gelten, bevor die Zinsen anpassbar werden und möglicherweise erheblich ansteigen. Um die Eigenkapitalwerte von Immobilien zu nutzen, ohne ihre günstigen Primärdarlehen aufzugeben, könnten Hausbesitzer einen zweiten Kredit, wie etwa einen HELOC, in Betracht ziehen.
Einflussreiche HELOC-Anbieter offerieren niedrige Gebühren, eine Festzinsoption und großzügige Kreditlinien. Überraschenderweise können die Zinssätze zwischen 7% und 18% variieren und hängen stark von der Kreditwürdigkeit des Einzelnen und dessen Fähigkeit, klug zu verhandeln, ab. Für Besitzer von Immobilien mit niedrig verzinsten Primärhypotheken und beträchtlichem Eigenkapital könnte dies der ideale Zeitpunkt zur Inanspruchnahme eines HELOC sein.

