Zinsfantasien und politische Turbulenzen: US-Staatsanleihen behaupten sich
Die Kurse der US-Staatsanleihen verzeichneten am Dienstag leichte Gewinne. Der Terminvertrag für zehnjährige Anleihen, bekannt als T-Note-Future, erhöhte sich um 0,11 Prozent auf 112,09 Punkte, während die Rendite im Gegenzug auf 4,27 Prozent sank. Diese Entwicklungen folgen der Rede von Fed-Chef Jerome Powell am vergangenen Freitag, in der er andeutete, dass eine Leitzinssenkung nicht ausgeschlossen sei, insbesondere angesichts der schwächelnden Arbeitsmarktdaten.
Die jüngste politische Spannung durch US-Präsident Donald Trump, der eine Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook angesichts angeblicher falscher Angaben in Hypothekenverträgen forderte, zeigte hingegen kaum Auswirkungen auf den Anleihenmarkt. Cook bekräftigte ihre Bereitschaft, die Vorwürfe zu bestreiten und ihre Position zu verteidigen. Marktanalysten, wie von der Investmentgesellschaft DWS, betrachten das Risiko eines gravierenden Eingriffs in die Unabhängigkeit der Federal Reserve weiterhin als gering.
Auch die aktuell gemischt ausgeprägten Konjunkturdaten vermochten es nicht, die Märkte stark zu beeinflussen. Während die Bestellungen für langlebige Güter im Juli weniger stark zurückgingen als prognostiziert, trübte sich das Verbrauchervertrauen im August erneut ein. Diese gemischten Wirtschaftsdaten stehen in Kontrast zu den jüngsten Spekulationen über Zinssenkungen und die politische Unruhe um die Notenbank.

