Zaghafter Auftakt: DAX im Minus, EuroStoxx 50 trotzt US-Politikdrama
Der Deutsche Aktienindex DAX startet gemäßigt in den Oktober, da die Märkte auf die anhaltenden politischen Turbulenzen in den USA reagieren. Nach dem Scheitern einer Einigung über einen Übergangshaushalt kommt es zu einem temporären Stillstand der Regierungsgeschäfte in den Vereinigten Staaten. Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Verunsicherung unter den deutschen Anlegern überschaubar.
Der außerbörsliche X-Dax deutet eine minimale Einbuße von 0,1 Prozent an und notiert eine Stunde vor Eröffnung bei 23.853 Punkten. Im September hatte sich der DAX kaum bewegt und bleibt zum Monatsbeginn innerhalb erreichbarer Nähe seines Höchststandes vom Juli, welcher bei 24.639 Punkten lag. Im Gegensatz zeigt der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ein schwaches Plus. Ökonomen halten eine baldige Einigung der US-Parteien für realistisch, um größere konjunkturelle Folgen abzuwenden.
Dennoch gibt es besorgniserregende Anzeichen: Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, warnt vor möglichen tiefergehenden wirtschaftlichen Konsequenzen. Insbesondere US-Präsident Donald Trumps Bestreben, den Verwaltungsapparat im Zuge des „Shutdowns“ zu verkleinern, könnte das Problem verschärfen. Zusätzlich könnte die Situation auf unbestimmte Zeit anhalten, da die politischen Fronten verhärtet erscheinen.
Im Fokus der heimischen Börsen sind die Sportartikelhersteller Adidas und Puma. Beide verzeichnen Kursgewinne, angeregt durch Nikes erfreuliche Quartalsergebnisse, und sind auf der Plattform Tradegate rund ein Prozent besser als ihre jeweiligen Xetra-Abschlüsse bewertet. Ebenso gewinnen die Anteile der Beteiligungsgesellschaft Mutares rund ein Prozent hinzu, nachdem deren Tochter, Magirus, die Übernahme von Achleitner Fahrzeugbau im Verteidigungssektor bekannt gab.

