XRP könnte sich unabhängig von Bitcoin entwickeln: CEO

In einem Markt, der sich normalerweise in eine Richtung bewegt, gibt es Stimmen, die darauf hinweisen, dass sich dies ändern könnte. Steven McClurg, CEO von Canary Capital, äußerte die Ansicht, dass XRP in diesem Jahr einen anderen Weg als Bitcoin einschlagen könnte. Als Hauptgrund nannte er die Nutzungsmöglichkeiten im Unternehmensbereich.
In einem Podcast mit dem Moderator Paul Barron äußerte McClurg eine vorsichtige Einschätzung zu Bitcoin und hob Protokolle hervor, die mit der Tokenisierung realer Vermögenswerte verbunden sind. Seiner Meinung nach könnte der Fokus auf praktische Anwendungen dazu führen, dass sich eine kleine Gruppe von Token anders verhält als der breitere Markt.
XRP und Hedera als praktische Optionen
McClurg nannte das XRP Ledger und Hedera als Beispiele für Netzwerke, die von der Unternehmensadoption und Tokenisierungsbemühungen profitieren könnten. Er argumentierte, dass Plattformen mit klarer Nutzbarkeit – wie Zahlungssysteme, tokenisierte Vermögenswerte oder Stablecoin-Infrastrukturen – eine bessere Chance haben, ihren Wert zu halten, wenn die spekulative Dynamik nachlässt.
Berichten zufolge erwartet er nicht, dass diese Vermögenswerte stark ansteigen. Stattdessen seien moderate Gewinne am wahrscheinlichsten, wobei das Wachstum als niedrig zweistellig beschrieben wird, anstatt explosiv zu sein.
Bitcoin könnte weiteren Rückgang erleben
McClurg äußerte sich negativer zu Bitcoin. Er glaubt, dass Bitcoin am 6. Oktober 2025 mit $126.200 seinen Höchststand erreicht hat. Seitdem ist Bitcoin um etwa 35% auf rund $95.800 gefallen. Er warnte davor, dass die Preise in den nächsten sechs bis neun Monaten um weitere 20–30% fallen könnten, was BTC auf etwa $65.000 bis $77.000 vor Ende des Zyklus bringen würde.
Seiner Einschätzung nach wird in 2026 kein neues Allzeithoch erwartet, und der Markt könnte in eine tiefere Korrektur eintreten.
Märkte könnten sich dennoch gemeinsam bewegen
Kritiker weisen darauf hin, dass Altcoins oft größere Verluste erleiden, wenn der Markt einen Abschwung erlebt, und die Geschichte unterstützt diese Vorsicht. Die Liquidität neigt dazu, bei großen Bitcoin-Verkäufen zu versiegen, und selbst Vermögenswerte mit realen Anwendungsfällen können in einer breiten Risikoaversion nach unten gedrückt werden.
In einfachen Worten könnte XRP weniger stark fallen als Bitcoin und daher im Vergleich stärker erscheinen, aber eine vollständige Unabhängigkeit von Bitcoin ist selten und meist nur vorübergehend.
Relative Outperformance als wahrscheinlichstes Szenario
Aus McClurgs Sicht ist eine relative Outperformance realistischer als eine vollständige Trennung. Das bedeutet, dass XRP und ähnliche Token stabil bleiben oder moderate positive Renditen zeigen könnten, während Bitcoin schwächer wird. Ein solches Muster wäre für Inhaber und Unternehmen, die Tokenisierungsprojekte planen, dennoch bemerkenswert, bleibt jedoch hinter einem dramatischen Preisanstieg zurück.

