Wohnen wird für viele Deutsche zum Armutsrisiko: Mietkosten unter der Lupe
Der Deutsche Mieterbund (DMB) schlägt angesichts steigender Mietpreise Alarm. Präsident Lukas Siebenkotten betonte jüngst, wie Mieten eine ernsthafte finanzielle Belastung für viele deutsche Haushalte darstellen. Besonders alarmierend sei, dass 3,1 Millionen Haushalte mittlerweile mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden – eine Entwicklung, die für viele bereits im Jahr 2025 eine Armutsfalle darstellt.
Trotz einer verheerenden wohnungspolitischen Bilanz der letzten Jahre sieht Siebenkotten in der neuen schwarz-roten Regierung positive Ansätze. Insbesondere die Verlängerung der Mietpreisbremse wird wohlwollend aufgenommen, obwohl Änderungsbedarf erkannt wurde. Die Ausnahmeregelung, von der Neubauten ab 2014 profitieren, müsse dringend aktualisiert werden. Siebenkotten schlägt hier eine Anpassung auf das Baujahr 2023 vor, um die derzeitige Wohnsituation zu entschärfen.
Auf dem 71. Deutschen Mietertag in Warnemünde, ein wichtiges Treffen des DMB, beraten etwa 400 Delegierte in den kommenden Tagen über 70 Anträge und die Nachfolge von Siebenkotten, der in den Ruhestand tritt. Der Mieterbund wird zudem am Freitag einen zentralen Antrag formulieren, der die wohnungspolitischen Forderungen an die Bundesregierung enthält. Hochrangige Gäste, darunter Bundesjustizministerin Stefanie Hubig und DIW-Präsident Marcel Fratzscher, werden erwartet, um die Diskussionen zu bereichern.

