Wiener Börse schließt mit Aufwärtstrend – Handelsgespräche beflügeln Anlegerstimmung
Der Handelstag an der Wiener Börse endete für Investoren mit erfreulichen Entwicklungen, denn die Aktienmärkte erholten sich nach anfänglichen Verlusten. Der ATX überzeugte mit einem Plus von 0,29 Prozent und schloss mit einem Stand von 4.626,24 Punkten. Auch der größere ATX Prime konnte einen Zuwachs verbuchen und beendete den Tag um 0,25 Prozent höher bei 2.311,61 Punkten.
Die Marktteilnehmer fokussierten sich nach einer Phase der Verunsicherung über die US-Regionalbanken wieder verstärkt auf Unternehmensberichte und hofften auf Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Laut Marktexperten der Helaba blicken die Akteure mit Zuversicht auf die kommenden Verhandlungen.
Der Analyst Christian Henke vom Broker IG zeigte sich hingegen vorsichtiger. Er wies darauf hin, dass die chinesische Regierung insbesondere bei den Exportkontrollen für Seltene Erden nicht nachgeben möchte, was die optimistischen Erwartungen von US-Präsident Donald Trump möglicherweise infrage stellt. Trump äußerte dennoch Vertrauen, bei seinem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Südkorea ein bedeutendes Handelsabkommen erzielen zu können.
Im Fokus der heimischen Aktien standen am Dienstag nur wenige Meldungen. Die Deutsche Bank erhöhte ihr Kursziel für die Erste Group von 86 auf 95 Euro, was die Aktie um 0,6 Prozent auf 83,70 Euro steigen ließ. Positive Entwicklungen verzeichneten auch Banktitel der Bawag mit einem Anstieg von 1,2 Prozent. Dagegen gaben die Papiere der Raiffeisen Bank International um ein Prozent nach. Am stärksten zulegen konnte Frequentis mit einem Plus von 4,1 Prozent, während Agrana die größten Verluste mit 2,5 Prozent hinnehmen musste.

