Wie eine Stoßwellentherapie Beschwerden lindern und Operationen vermeiden kann

Foto: pixabay / CC0 Creative Commons

Bei vielen orthopädischen Problemen hat sich eine Behandlung mit Stoßwellen inzwischen etabliert und die Erfolgsgeschichten machen Mut. Inzwischen bezahlen sogar die gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag die Stoßwellentherapie bei Fersensporn, weil sich hier sehr gute Ergebnisse zeigten, besonders dann, wenn andere Behandlungsformen keinen Erfolg brachten. Aber auch bei Achillessehne, Tennisellenbogen, Kalkschulter und Verspannungen kann eine Behandlung mit Stoßwellen die Beschwerden lindern und eine Heilung herbeiführen. Wir haben bei Stoßwellentherapie Köln nachgefragt und mehr darüber erfahren, wie eine solche Behandlung abläuft, wie lange sie dauert und wie Operationen vermieden werden können.

Bei welchen Beschwerden wird eine Stoßwellentherapie eingesetzt?

Stoßwellen können bei einer Vielzahl von Beschwerden und Diagnosen eingesetzt werden. Wir zählen hier die wichtigsten und häufigsten auf:

  • Tennisarm
  • Golferellenbogen
  • Fersensporn
  • Achillessehnenschmerzen
  • Runner´s Knee (Läuferknie)
  • Jumper´s Knee (Patellaspitzen-Syndrom)
  • Kalkschulter
  • Entzündungen im Hüftgelenk
  • HWS-Syndrom
  • Akute Sportverletzungen
  • Verzögerte Frakturheilung (Pseudarthrose)
  • Muskelverspannungen
  • Sehnenentzündungen
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen

Wie wirken Stoßwellen?

Bei Stoßwellen handelt es sich um energiereiche, akustisch-mechanische Wellen. Sie werden mittels eines Gerätes mit Schallkopf auf bestimmte Körperregionen abgegeben. Dabei durchdringen die Wellen wasserhaltiges Gewebe, ohne dieses zu zerstören. Sobald die Wellen jedoch auf feste Ablagerungen (z.B. Kalk) stoßen, können sie diese zertrümmern. Die Trümmerteile kann der Körper dann anschließend selbst im Laufe der Zeit abtransportieren. Das umliegende Gewebe wird durch die Stoßwellen besser durchblutet, das beschleunigt die Heilung, lässt Entzündungen abklingen und führt zu einer schnellen Linderung von Schmerzen. Triggerpunkte für das Schmerzempfinden oder für Verspannungen können ebenfalls mit Stoßwellen gezielt angesprochen werden, Schmerzen und schmerzhafte Verspannungen werden so gelöst. Beweglichkeit und Belastbarkeit können wieder hergestellt werden.

Was ist der Unterschied zwischen fokussierter und radialer Stoßwellentherapie?

Bei der fokussierten Stoßwellentherapie werden kurze, starke Wellen gezielt auf eine sehr kleine Region im Körper gelenkt. Damit können z.B. Kalkablagerungen in der Schulter oder Nieren- und Gallensteine zertrümmert werden. Auch eine gezielte Behandlung von Triggerpunkten ist mit der fokussierten Stoßwellenbehandlung möglich.

Bei der radialen Stoßwellentherapie breiten sich die Wellen radial über eine größere Region aus. Diese Art der Therapie wird oft bei muskulären Verspannungen oder zur Behandlung von nicht heilenden Verletzungen angewendet.

Wie lange dauert eine Stoßwellenbehandlung im Schnitt?

Meist dauert eine Behandlung zwischen 10 und 20 Minuten, dies ist abhängig von der Art der Stoßwellen und von der Art der Beschwerden. In der Regel werden 2.000 - 3.000 Stöße mit einer Frequenz von 5-10 Stößen pro Sekunde verabreicht.

Ist die Behandlung mit Stoßwellen schmerzhaft?

Eine Stoßwellenbehandlung kann durchaus als schmerzhaft empfunden werden. Erfahrungsgemäß lässt das Schmerzempfinden jedoch von Behandlung zu Behandlung nach, manche Patienten nehmen aber auch kaum Schmerzen wahr. Allerdings hören alle Patienten den kleinen “Knall”, der bei der Abgabe der Wellen entsteht, dieser kann beim ersten Mal etwas erschreckend wirken.

Hat eine Stoßwellentherapie Nebenwirkungen?

Eine Behandlung mit Stoßwellen gilt als quasi nebenwirkungsfrei. Allerdings kann es in Einzelfällen zu Rötungen oder Schwellungen an den behandelten Stellen kommen. Es gibt auch Berichte über Schmerzen, die an einen Muskelkater erinnern. Diese Beschwerden verschwinden jedoch meist nach wenigen Stunden oder Tagen wieder.

Gibt es Erstverschlimmerungen nach einer Stoßwellenbehandlung?

Es kann in Einzelfällen zu Erstverschlimmerungen nach einer Behandlung mit Stoßwellen kommen. Als Erstverschlimmerung gilt dabei eine Verschlechterung vorher bestehender Beschwerden. Falls komplett neuartige Beschwerden entstehen, sollten Sie den behandelnden Therapeuten kontaktieren.

Die Erstverschlimmerungen selbst zeigen, dass der Körper auf die Behandlung reagiert. Dies ist grundsätzlich ein gutes Zeichen. In der Regel klingen die Verschlimmerungen nach wenigen Tagen ab und die Heilung geht voran.

Wie oft wird eine Stoßwellentherapie durchgeführt?

Meist zeigen sich die ersten Erfolge schon nach 1-2 Behandlungsterminen, die Schmerzen lassen merklich nach. In den meisten Fällen reichen 3-5 Behandlungen aus, um die Schmerzen zu reduzieren und die Selbstheilung anzuregen. Die endgültige Heilung kann danach noch einige Wochen andauern, in der Zeit verringern sich die Schmerzen jedoch immer weiter und die Beweglichkeit wird Stück für Stück wieder hergestellt.

Welche Kosten übernehmen die Krankenkassen bei einer Stoßwellentherapie?

Die Privaten Krankenkassen und die Beihilfe übernehmen auf Antrag in der Regel sämtliche Kosten für eine Stoßwellenbehandlung. Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bisher lediglich die Behandlung bei Fersensporn und dies auch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Lassen Sie sich vom Therapeuten vor Beginn der Behandlung einen detaillierten Kostenplan vorlegen, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Wie kann eine Stoßwellentherapie Operationen vermeiden?

Mit Hilfe einer Stoßwellentherapie konnten schon sehr häufig gute Erfolge erzielt werden, auch dann, wenn alle vorherigen Behandlungsversuche keine Linderung brachten. Gerade bei Fersensporn, Achillessehne und Kalkschulter kann die Behandlung mit Stoßwellen die Heilung anregen und beschleunigen und so in den meisten Fällen eine Operation verhindern. Bevor Sie sich zu einer Operation mit oft langwierigen Nachbehandlungen entscheiden, sollten Sie daher vorab eine Stoßwellentherapie in Betracht ziehen.

Fazit

Als erfolgversprechende Therapie bei diversen orthopädischen Beschwerden wird die Stoßwellentherapie immer bekannter. Daneben lassen sich auch Verspannungen und Kopfschmerzen mit Stoßwellen behandeln. Falls Sie also unter langwierigen Beschwerden leiden, die bisher noch nicht geheilt werden konnten, sollten Sie eine Behandlung mit Stoßwellen in Betracht ziehen. Nutzen Sie diese Chance auf schnelle Linderung und Heilung.

Gesundheit
04.08.2021 · 08:25 Uhr
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