Angriff auf Trump-Unterstützer

Wer ist der Todesschütze im Fall Charlie Kirk?

14. September 2025, 12:52 Uhr · Quelle: dpa
Tyler Robinson, 22, aus Utah, wird verdächtigt, den Aktivisten Charlie Kirk getötet zu haben. Trotz Waffen-Erfahrung und konservativer Wurzeln deuten antifaschistische Hinweise auf ein komplexes Motiv hin.

Orem (dpa) - Wer ist Tyler Robinson, der mutmaßliche Schütze, der den ultrakonservativen Aktivisten Charlie Kirk mit nur einem Schuss aus über 100 Metern Entfernung getötet haben soll? Bei der Suche nach dem Motiv stehen die Ermittler vor einem Rätsel. Neue Details werfen Licht auf einen jungen Mann, der nur schwer einzuordnen ist: Der 22-Jährige wuchs laut US-Medien in einem republikanischen Elternhaus auf, hatte früh Kontakt zu Waffen - und soll ausgerechnet einen bei jungen Leuten beliebten konservativen Meinungsführer getötet haben. Auf der Munition, die Ermittler neben der Tatwaffe fanden, waren unter anderem antifaschistische Botschaften eingraviert.

Einst ein Einserschüler

Robinson sei ein herausragender Schüler gewesen, berichtet die «New York Times» unter Berufung auf frühere Klassenkameraden. Als intelligent, pünktlich und fleißig beschrieben sie ihn. «Er ist die Art von Mensch, den man auch dann in seine Projektgruppe aufnehmen würde, wenn man nicht befreundet ist», sagte Jaida Funk, die mit Robinson die Grund- und Mittelschule besuchte. Er habe nicht zu den angesagtesten Schülern gehört, aber man mochte ihn.

Viel Zeit habe Robinson schon damals mit Videospielen und Comics verbracht, interessierte sich aber auch für aktuelle Ereignissen. In der Schule sei er eher zurückhaltend gewesen, berichteten Mitschüler. Doch Keaton Brooksby, der mit ihm die Highschool besuchte, erinnerte sich auch daran, wie Robinson sich in politische Debatten eingemischt habe. «Es ist wirklich traurig, dass jemand mit seinem Verstand so etwas daraus gemacht hat», sagte er der Zeitung.

Als Kind mit Waffen posiert

Aufgewachsen sei Robinson in einem republikanischen Umfeld im Bundesstaat Utah, in dem viele der mormonischen Kirche angehörten. Seine Eltern seien registrierte Republikaner und besitzen laut «Wall Street Journal» eine Firma für Arbeitsplatten, seine Mutter sei Sozialarbeiterin. Robinson selbst habe sich keiner politischen Partei angeschlossen. Bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr habe er nicht gewählt. Öffentlich zugängliche Daten geben keinen klaren Aufschluss über die politische Haltung des 22-Jährigen.

Seine Eltern besitzen laut «New York Times» Jagdscheine. Die Zeitung fand Familienfotos in sozialen Medien, die Robinson und seine beiden Brüder beim Schießen und Posieren mit Waffen zeigten. Auch Fotos von Reisen nach Puerto Rico, Alaska, Hawaii und mehrfach nach Disneyland seien zu sehen, schrieb die «Washington Post». Robinson sei zuletzt in einem Ausbildungsprogramm für Elektrotechnik eingeschrieben gewesen. Er habe keine Vorstrafen und keine Vorgeschichte von Gewaltdelikten, meldete der Sender CBS.

«Hey Faschist! Fang»

Ermittler berichteten, Robinson habe vor Kurzem beim Essen mit einem Angehörigen Charlie Kirks geplanten Auftritt an der Universität erwähnt, woraufhin sie über ihre Abneigung gegen Kirk gesprochen hätten. Kirk (31) war ein einflussreicher Vertreter der «Make America Great Again» (MAGA)-Bewegung von US-Präsident Donald Trump. Millionen folgten seinen Social-Media-Kanälen und Podcasts.

Neben der Tatwaffe fanden Ermittler auch Munition mit eingravierten Sprüchen, die teilweise auf die Internet- und Gaming-Kultur anspielten. Darunter «Hey Faschist! Fang» und «Wenn du das liest, bist du schwul, lmao» – das Kürzel wird oft im Netz verwendet und heißt sinngemäß «Ich lache mich kaputt» («laughing my ass off»). «Bella Ciao» sei auch zu lesen gewesen, ein antifaschistisches Lied, das italienische Partisanen im Kampf gegen die Nazis im Zweiten Weltkrieg sangen, das auf TikTok wiederbelebt wurde.

Nur ein «Doppelgänger», der «Ärger machen will»

Als das FBI am Tag nach dem Attentat Fahndungsfotos veröffentlichte, erkannte der Vater des Tatverdächtigen laut CNN seinen Sohn. Doch auch Freunde glaubten, Tyler Robinson wiederzuerkennen. Wo er sei, fragte einer von ihnen in einem von der «New York Times» veröffentlichtem Chatverlauf. Sein «Doppelgänger» wolle ihm «Ärger machen», antwortete Robinson demnach. Ein anderer Teilnehmer des Chats antwortete, laut Bericht wohl scherzhaft: «Tyler hat Charlie getötet!!!!»

Kriminalität / Leute / USA / Hintergrund
14.09.2025 · 12:52 Uhr
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