Weidel ruft Russland zur Deeskalation auf – Chrupalla äußert Skepsis
Die Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Alice Weidel, hat angesichts jüngster Vorfälle im Luftraum über Polen und Estland deutliche Worte an Russland gerichtet. Sie appelliert an den Kreml, auf Provokationen im NATO-Luftraum zu verzichten und damit bestehende Spannungen nicht zu verschärfen. Weidel betonte, dass weitere Luftraumverletzungen durch russische Militärdrohnen die Beziehungen zu den USA belasten könnten. Besonders die Rolle von US-Präsident Donald Trump in den Friedensbemühungen sieht sie gefährdet. Während sie mahnt, die Geduld der Vereinigten Staaten nicht überzustrapazieren, fordert sie von Wladimir Putin, endlich positive Schritte für die Deeskalation zu unternehmen.
Unterdessen zeigt sich Tino Chrupalla, Weidels Co-Chef, weniger alarmiert. Er stellte die Bedrohung durch die kürzlich beobachteten Drohnenüberflüge in Frage und verwies auf deren teilweise provisorische Bauweise aus Styropor und Sperrholz. Chrupalla betont die Unklarheit bei der Zuordnung bestimmter Lufträume im Falle Estlands und plädiert für Dialog statt Eskalation. Für ihn steht fest, dass Europa dringend den Gesprächsfaden zu Russland aufnehmen sollte.

