Washington verstärkt Handelsrestriktionen gegen chinesische Firmen
Die Biden-Regierung hat jüngst eine Erweiterung ihrer Handelsbeschränkungen um mehr als ein Dutzend chinesischer Unternehmen vorgenommen. Darunter findet sich auch eine Firma, deren von TSMC gefertigter Chip illegal in einen Huawei-KI-Prozessor integriert wurde.
Im Fokus steht das Unternehmen Sophgo, welches neben weiteren 13 chinesischen und zwei in Singapur ansässigen Firmen auf die sogenannte "Entity List" des US-Handelsministeriums aufgenommen wurde. Firmen auf dieser Liste ist es untersagt, ohne spezielle Genehmigung technische Güter und Technologien aus den USA zu beziehen, wobei solche Lizenzen in der Regel nicht erteilt werden.
Die Maßnahme folgt auf eine Entdeckung, dass ein innerhalb des Huawei Ascend 910B KI-Systems verwendeter Chip mit einem übereinstimmt, den Sophgo von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. bestellt hatte. Sophgo, das als Tochtergesellschaft des Bitcoin-Mining-Ausrüsters Bitmain gilt, konnte bislang für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.
Darüber hinaus haben die USA ihre Beschränkungen für fortschrittliche Rechenhalbleiter, einschließlich Chips für KI-Anwendungen, verschärft, um deren Zugänglichkeit für China zu unterbinden. Diese neuen Regeln betreffen insbesondere Chipfabriken und Verpackungsunternehmen, die Chips exportieren wollen, die an 14- oder 16-Nanometer-Knotenpunkten liegen oder darunter, und könnten damit auch Firmen über TSMC hinaus beeinflussen. Berichten zufolge könnten Samsungs Verkäufe ebenfalls betroffen sein. Beide Konzerne, TSMC und Samsung, haben in der Angelegenheit bisher nicht reagiert.
Strengere Auflagen gelten nun auch für DRAM-Speichertechnologien, die für KI-Prozessoren benötigt werden, was potenziell Auswirkungen auf den chinesischen Speicherchiphersteller Changxin Memory Technologies, bekannt als CXMT, haben dürfte. Experten erwarten, dass durch diese Maßnahme mehr Einrichtungen von CXMT unter Kontrolle gebracht werden.

