Wächterrat im Iran stimmt Aussetzung der IAEA-Zusammenarbeit zu
Ein bedeutendes Kontrollgremium im Iran, der Wächterrat, hat offiziell einem Parlamentsbeschluss zugestimmt, der eine vorübergehende Beendigung der Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vorsieht. Dies erfuhr die Öffentlichkeit über die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Mit dieser Zustimmung ist nun ein entscheidender Schritt getan, bevor das Gesetz in Kraft treten kann. Letztlich bedarf es noch der Unterschrift des iranischen Präsidenten, um die Rechtskraft zu erlangen.
Das iranische Parlament fordert, dass die IAEA-Inspektoren erst dann wieder Zugang zu den nuklearen Anlagen des Landes erhalten, wenn die Sicherheit dieser Einrichtungen gewährleistet ist. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf betonte, dass die IAEA die Angriffe der USA und Israels auf die iranischen Nuklearanlagen verurteilen und das iranische Atomprogramm offiziell anerkennen müsse.
Seitens der IAEA gibt es bisher keine offizielle Mitteilung aus Iran zu dieser Angelegenheit, wie ein Sprecher aus Wien verkündete. "Bislang hat die IAEA keine offizielle Mitteilung des Iran zu dieser Angelegenheit erhalten", erklärte er. Im Hinblick auf die internationalen Beziehungen bleibt es abzuwarten, wie sich die von US-Präsident Donald Trump angekündigten neuen Verhandlungen gestalten werden, zumal aus Iran bislang kein Kommentar hierzu verlautbar wurde.

