Wacker Neuson: Übernahme-Traum zerplatzt - Aktienkurs stürzt ab
Die Aktie von Wacker Neuson erlebte am Freitag einen erheblichen Kursrutsch, nachdem die Übernahmeverhandlungen mit dem südkoreanischen Mischkonzern Doosan Bobcat eingestellt wurden. Die Anleger mussten den Traum von einer Übernahmeprämie aufgeben, was den Aktienkurs auf 18,50 Euro fallen ließ – das niedrigste Niveau seit Ende November. Noch Anfang Dezember hatte das Interesse von Doosan zu einem Kursanstieg um bis zu 38 Prozent geführt, aber seit dem Zwischenhoch bei 26,05 Euro hat der Kurs stetig nachgegeben.
Analyst Stefan August von Warburg Research wies auf Berichte aus Korea hin, die besagten, dass die abweichenden Bewertungserwartungen und finanzielle Hürden der Grund für das Ende der Gespräche waren. Zudem wird vermutet, dass Doosan auch die Übernahme des Waferherstellers SK Siltron im Auge hat, was die Situation weiter verkompliziert.
Martin Comtesse von Jefferies erinnerte daran, dass dies bereits das zweite Mal innerhalb eines Jahres sei, dass über Übernahmen bei Wacker spekuliert wird. Obwohl ein Verkauf der Anteile durch die Gründerfamilien in der Zukunft möglich bleibt, liegt der Fokus momentan wieder verstärkt auf der operativen Entwicklung des Unternehmens. Comtesse erwartet jedoch keine wesentliche Verbesserung im Vergleich zum dritten Quartal, da die Bestellungen aus den USA zuletzt stark zurückgegangen sind und das deutsche Infrastrukturprogramm erst im zweiten Halbjahr 2026 spürbare Effekte zeigen dürfte.

