Vorweihnachtliche Herausforderungen: Weihnachtsbäume erleben Preisanstieg
Der diesjährige Weihnachtsbaumkauf könnte für Verbraucher etwas kostspieliger ausfallen. Frost und Trockenheit haben in manchen Regionen ihre Spuren hinterlassen, was insbesondere für junge Weihnachtsbäume problematisch wird. Lars Zimmermann vom Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger betont jedoch, dass insgesamt genügend Bäume in guter Qualität vorhanden seien. Dennoch müssen Verbraucher häufig mit höheren Preisen rechnen.
Die Preisempfehlung des Verbands wurde um einen Euro erhöht und liegt nun bei 23 bis 30 Euro pro Meter Nordmanntanne. Diese Anpassung ist weniger auf direkte Witterungseinflüsse zurückzuführen, sondern vielmehr auf gestiegene Kosten in der Produktion, etwa für Personal und Logistik. Preisunterschiede bestehen traditionell zwischen Stadt und Land.
Weihnachtsbäume durchlaufen einen langen Reifeprozess, beginnend als Setzlinge und wachsen über zehn Jahre, bis sie die übliche Verkaufshöhe von etwa zwei Metern erreichen. Besonders die Nordmanntanne ist allseits beliebt, aber auch Blaufichten und exotischere Varianten wie die Colorado-Tanne finden in der Weihnachtszeit ihre Abnehmer.
Einige Produzenten, wie etwa vom Krämerwaldhof in Brandenburg, berichten von erheblichen Verlusten bei jungen Pflanzen. Neuere Methoden zur Schadensminderung, wie die veränderte Pflanzzeit im Herbst oder die Bewässerung durch angelegte Wasserteiche, gewinnen daher an Bedeutung.
Der Verband schätzt, dass circa 600 Betriebe mit einer Anbaufläche zwischen 20.000 und 30.000 Hektar in Deutschland aktiv sind. Das Sauerland gilt als das größte Anbaugebiet, doch auch andernorts inländischer Anbau dominieren. Mit dem Beginn der Erntesaison um den 20. November kommen die Bäume großteils aus heimischer Produktion; Importe erfolgen teilweise aus Dänemark und Polen. Zunehmend beliebt ist es, seinen Weihnachtsbaum selbst zu schlagen, oft begleitet von Glühweinausschank und einem Imbiss. Zudem gewinnt der Trend, den Baum bereits zu Beginn der Adventszeit ins Haus zu holen, an Popularität.

