Vorbeugende Zinssenkungen: Ein Blick auf die Forderungen von BOE-Vertreter Alan Taylor
In einer wegweisenden Rede forderte Alan Taylor, Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England, eine präventive Senkung der Zinssätze, um einem unerwünschten wirtschaftlichen Abschwung in Großbritannien entgegenzuwirken. Taylor warnt davor, dass ein zögerliches Handeln die Gefahr einer Rezession erhöhen könnte.
Laut Taylor erfordert die aktuelle Situation möglicherweise Zinssenkungen um bis zu 150 Basispunkte innerhalb der kommenden zwölf Monate. Eine solche Maßnahme könnte notwendig sein, um die britische Wirtschaft in einem Szenario abzusichern, in dem sich das Wachstum weiter abschwächen und die Inflation rascher abkühlen könnte.
Er argumentiert, dass es sinnvoll sei, die Zinsen vorsorglich zu senken, um die Risiken zu minimieren und eine sanfte Landung der Wirtschaft zu gewährleisten. Die jüngsten Wirtschaftsdaten und die unerwartete Abkühlung der Inflation seit der Machtübernahme der Labour Party lassen eine zügige Anpassung der Geldpolitik erforderlich erscheinen.
Taylor, der für eine Zinssenkung im Dezember stimmte, sieht die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Senkung im Jahr 2023 bei 85%. Er glaubt, dass die Bank of England auf eine neutralere Zinspolitik abzielen sollte, die weder stimuliert noch belastet, aber flexibel genug bleibt, um auf neue Herausforderungen zu reagieren.
Die Szenarien der BOE umfassen Fälle mit unterschiedlichen Inflationsentwicklungen, wobei Taylor den sanfteren Kurs für wahrscheinlicher hält und eine Senkung der Zinssätze nahelegt. Er betont, dass das Risiko, zu wenig zu unternehmen, erheblich sei und sowohl das Inflationsziel als auch die Wirtschaftsleistung gefährden könnte.

