Vorbereitungen auf Nvidia-Bericht prägen nervöse Stimmung an US-Börsen
Die aktuelle Handelswoche an den US-Aktienmärkten präsentiert sich äußerst volatil, während Investoren angespannt auf die Veröffentlichung des Quartalsberichts von Nvidia am Mittwoch sowie die verzögerten Arbeitsmarktdaten am Donnerstag blicken. Der Broker IG prognostiziert einen Rückgang des Dow Jones Industrial um 0,8 Prozent auf 46.225 Punkte, was seit dem Rekordhoch am vergangenen Mittwoch einem Verlust von vier Prozent entspricht. Der Nasdaq 100 wird ebenfalls schwächer erwartet, mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 24.623 Punkten, was einem Rückgang von drei Prozent seit Mittwoch entspricht.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets hebt hervor, dass ein deutlicher Teil des Optimismus der letzten Tage schnell wieder abgebaut wurde. Eine mögliche Enttäuschung könnte noch vor dem Nvidia-Bericht folgen, während Unsicherheiten über die zukünftige Zinspolitik der US-Notenbank, welcher der Fed nach zwei Zinssenkungen bevorsteht, die Märkte zusätzlich belasten könnten.
Molnar wirft die Frage auf, ob die Fed in Anbetracht der unklaren Datenlage im Dezember lediglich pausieren wird oder ob tatsächlich eine Zinssenkung erfolgt. Er weist auf die Möglichkeit hin, dass eine solche Unsicherheit, wie sie in der Vergangenheit Ende des Jahres bereits beobachtet wurde, am Aktienmarkt eine Trendwende auslösen könnte.
Einzelwerte im Dow, wie Home Depot, stehen unter besonderer Beobachtung, nachdem die Baumarktkette vorbörslich um knapp vier Prozent gefallen ist. Gründe sind enttäuschende Gewinne im dritten Quartal und gesenkte Jahresziele. Im Tech-Sektor verzeichnen Amazon und Microsoft Rückgänge von 1,9 Prozent bzw. 1,7 Prozent, beeinflusst durch eine Abstufung von Rothschild & Co Redburn auf "Neutral". Alphabet hingegen profitierte von einer Hochstufung auf "Buy" durch Loop Capital, was die Aktie um über ein Prozent steigen ließ.
Besondere Aufmerksamkeit genießt die Axalta-Aktie, die vorbörslich um 7,5 Prozent zulegte. Der Farb- und Lackhersteller Akzo Nobel plant eine Fusion mit Axalta und bezeichnet dies als "Zusammenschluss unter Gleichen". Bernstein-Analyst James Hooper erklärt die Fusion als komplett Aktien-finanzierte Übernahme durch Akzo und erwartet als Anreiz eine Sonderdividende für Akzo-Aktionäre.

