Vision Mercedes-Maybach 6: Elektroauto mit 500 km Reichweite vereint Technik und Luxus
Mit dem Vision Mercedes-Maybach 6 stellte Mercedes diese Woche zum Auftakt des Concours d’Elegance in Pebble Beach die Studie eines luxuriösen Elektroautos mit 500 km Reichweite und 750 PS vor. Der Wagen demonstriert, wozu die Marke Maybach noch fähig ist – ist aber vorerst nicht für die Serienproduktion vorgesehen.

Maybach 6 zeigt die Zukunft der Marke
Die Wiederbelebung der Marke Maybach durch die Daimler AG war keine leichte Geburt. Im Jahr 2000 kündigte Daimler an, zum ersten Mal seit 1941 wieder Autos unter der Marke Maybach produzieren zu wollen. Von 2002 bis 2012 wurden die Modelle Maybach 57 und 62 produziert. Dieser erste Versuch, Maybach neues Leben einzuhauchen, gilt heute als einer der größten Flops in der Geschichte von Mercedes Benz. Inzwischen gelang es jedoch, Maybach wieder zu Erfolg zu verhelfen. Als absolute Luxusvariante der S-Klasse ist Maybach inzwischen so gefragt, dass Daimler die Nachfrage kaum befriedigen kann.
Der Vision Mercedes-Maybach 6 ist nun der Ausblick, wohin die Reise mit Maybach gehen kann. Und zwar in Richtung einer Zukunft mit Luxusautos mit modernster Technik, die dennoch den Bezug zu ihren Wurzeln nicht aus den Augen verlieren.
Der Maybach 6 ist ein imposanter Anblick. Mit 5,70 Meter Länge und einer schier endlosen Motorhaube stellt er ein deutliches Statement dar. In Sachen Antrieb setzt Daimler voll auf die Zukunft: Das 750 PS starke Showcar wird von vier Elektromotoren angetrieben, die es mit dem 80-kWh-Akku auf eine Reichweite von 500 km bringen. Geladen wird der Maybach mit kabelloser Technologie.

Digitaler und analoger Luxus in der perfekten Symbiose
Bei den Armaturen wiederum behielt Daimlers Chefdesigner Gorden Wagener den Bezug zu klassischen Elementen: Das Konzeptauto verfügt weiter über ein Lenkrad und neben den digitalen auch über analoge Anzeigen. „Irgendwann wird es der wahre Luxus sein, wenn man in einer Welt voll autonomer Autos tatsächlich noch selbst fahren kann„, so Wagener.
Auch im sonstigen Design des Innenraums wird Wert auf analogen Luxus gelegt. „Denn in einer Zeit, in der selbst das edelste Smartphone mit der nächsten, nicht mehr kompatiblen Software-Generation zum elektronischen Alteisen wird, gibt es eine Sehnsucht nach authentischem, analogem Luxus„, erläutert Wagener weiter. Trotzdem müssen die Passagiere nicht auf technischen Luxus verzichten: Der Maybach 6 scannt separat für jeden Insassen verschiedene Vitalparameter, anhand derer er automatisch die Sitzklimatisierung steuert, Massagen anbietet, die Temperatur regelt und die Ambientebeleuchtung an Farbe der Kleidung und natürlichen Lichteinfall anpasst.
Günstig wird der Maybach 6 auf keinen Fall. Das muss er allerdings nicht, denn er ist für Menschen gedacht, die eher in Millionen denken, wenn es um das Finanzielle geht. Aber auch die oberen Zehntausend werden sich gedulden müssen: Eine Serienproduktion für den Luxuswagen ist bisher nicht vorgesehen, es handelt sich vielmehr um eine Designstudie. Solange besteht aber immer noch die Möglichkeit, auf die Mercedes-Maybach S-Klasse auszuweichen.
Bilder: Mercedes Benz

