Verzögerte Gespräche über Irans Atomprogramm: Neue Wendung im geopolitischen Ringen
Die diplomatischen Gespräche zwischen den USA und Iran über das umstrittene iranische Atomprogramm erleben eine unvorhergesehene Verzögerung. Geplant war, dass sich US-Sondergesandter Steve Witkoff und der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag in Rom zu ihrem vierten Treffen zusammenfinden. Doch wie aus einer Mitteilung des omanischen Außenministers Badr al-Busaidi auf der Plattform X hervorgeht, wird dieses Treffen aus "logistischen Gründen" verschoben. Wann ein neuer Termin angesetzt wird, bleibt vorerst unklar.
Noch vor Bekanntwerden der Verschiebung hatte das US-Finanzministerium neue Sanktionen gegen mehrere Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei und Iran verhängt. Diese Firmen stehen im Verdacht, in das iranische Ölgeschäft verwickelt zu sein. Entsprechend scharf fielen die Reaktionen aus dem iranischen Lager aus: Der Sprecher des iranischen Außenamtes, Ismail Baghai, verurteilte die Strafmaßnahmen scharf und ließ mögliche Gegenmaßnahmen erahnen. Ob dies in direktem Zusammenhang mit der Verschiebung der Gespräche steht, wurde hingegen nicht bestätigt.
Bereits seit 2015 ist der Iran durch das Wiener Atomabkommen mit Verpflichtungen zur Beschränkung seines Nuklearprogramms gebunden. Diese Vereinbarung, die unter anderem mit China, Russland, den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien getroffen wurde, wurde jedoch 2018 einseitig durch den damaligen US-Präsidenten Trump verlassen. Dies führte zu einer erneuten Eskalation, als Teheran sich ebenfalls nicht mehr an die getroffenen Vereinbarungen hielt.
Derzeit wird nach einem neuen Deal mit der Islamischen Republik gesucht, wobei seitens Trump auch militärische Drohungen im Raum stehen, sollte es nicht zu einer Einigung kommen.

