Vertiefung der Deutsch-Indischen Rüstungskooperation: Chancen für die Zukunft
Deutschland und Indien beschreiten neue Wege in ihrer Zusammenarbeit im Verteidigungssektor. Während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in Ahmedabad wurde zwischen den Verteidigungsministerien beider Länder eine Absichtserklärung zur Intensivierung der Kooperation unterzeichnet. Einen zentralen Aspekt bildet dabei die geplante Zusammenarbeit zwischen der indischen Regierung und Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). Ziel ist es, in Mumbai sechs U-Boote im Wert von acht Milliarden Euro zu fertigen. Ein baldiger Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zeichnet sich ab und könnte der Auftakt für weitere gemeinsame Projekte sein.
Indien, das laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri als größter Rüstungsimporteur weltweit gilt, bezieht derzeit noch erhebliche Anteile seiner Rüstungsgüter aus Russland. Indem deutsche Exporte die Abhängigkeit von Russland verringern, könnte sich für beide Länder ein neuer strategischer Vorteil ergeben.
Neben den Gesprächen über Rüstungsvorhaben setzten Merz und der indische Premierminister Narendra Modi ihre Unterschrift unter insgesamt 27 Absichtserklärungen, die ein breites Spektrum abdecken. Dazu gehören die Bereiche des Abbaus seltener Erden, die Förderung des Hockey-Sports oder auch die Anwerbung indischer Fachkräfte für das deutsche Gesundheitswesen. Die wachsende Anzahl an indischen Sozialversicherten in Deutschland und die hohen Zahlen indischer Studierender unterstreichen die stetig vertiefende Beziehung zwischen beiden Ländern.

