Verizon trotzt Kundenverlusten mit soliden Ergebnissen
Der US-amerikanische Telekomriese Verizon steht unter dem Druck eines intensiven Wettbewerbs auf dem heimischen Markt. Dies zeigte sich im dritten Quartal, als der Konzern einen Verlust von 7.000 Mobilfunkkunden verzeichnete. Dieser Rückgang kontrastiert stark mit dem Zuwachs von 18.000 Neukunden im Vorjahr. Trotz dieser Herausforderungen gelang es Verizon, sowohl Umsatz als auch Gewinn zu steigern, was sich positiv auf den Aktienkurs auswirkte – die Aktie stieg im frühen US-Handel um knapp drei Prozent.
Verzions Strategie, regelmäßig die Preise zu erhöhen, trug im vergangenen Quartal zur Umsatzsteigerung bei. Der Umsatz kletterte um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte 33,8 Milliarden US-Dollar. Insbesondere die Erlöse aus den Mobilfunkdiensten erfreuten sich eines Anstiegs von 2,1 Prozent auf 21 Milliarden Dollar und entsprachen damit den Erwartungen der Analysten.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) übertraf mit 12,8 Milliarden Dollar den Vorjahreswert von 12,5 Milliarden. Der Nettogewinn stieg beachtlich von 3,4 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 5,1 Milliarden Dollar an. Vorstandschef Dan Schulman, der erst seit kurzem im Amt ist, bestätigte die zuvor angehobenen Jahresziele seines Vorgängers. Er erwartet weiterhin ein bereinigtes operatives Ergebnis, das um 2,5 bis 3,5 Prozent steigt, und eine Gewinnsteigerung je Aktie um ein bis drei Prozent. Der Free Cashflow wird voraussichtlich zwischen 19,5 und 20,5 Milliarden Dollar liegen.
Im harten Wettbewerb auf dem US-Markt konkurriert Verizon intensiv mit AT&T und T-Mobile US. Letztere hatte kürzlich beeindruckende Quartalszahlen veröffentlicht, einschließlich eines Zuwachses von einer Million Mobilfunkkunden. Auch AT&T erzielte Fortschritte und konnte 405.000 neue Kunden gewinnen.

