Verheerende Brände in Kalifornien: Opferzahlen steigen, aber Hoffnung auf Eindämmung
Nach einer Woche der verheerenden Flammen in Südkalifornien sind die gefährlichen Starkwinde zwar abgeflaut, doch die Zahl der Todesopfer steigt weiterhin an. Laut der Gerichtsmedizin in Los Angeles fielen mindestens 27 Menschen den Flammen zum Opfer. Die Überreste der Opfer wurden im Umkreis des "Palisades"-Feuers im Westen von Los Angeles und des "Eaton"-Feuers in der Nähe von Pasadena entdeckt.
Es gibt jedoch auch positive Fortschritte zu vermelden: Das "Eaton"-Feuer ist inzwischen zu mehr als der Hälfte und das "Palisades"-Feuer zu 22 Prozent unter Kontrolle. Im gesamten betroffenen Gebiet wurden Schätzungen zufolge über 12.000 Gebäude zerstört oder beschädigt. Bereits jetzt sind einige Anwohner in Gebieten mit leichten Schäden zurückgekehrt, während größere Evakuierungszonen voraussichtlich noch mindestens eine Woche geschlossen bleiben.
Behörden arbeiten unter Hochdruck, um die Infrastruktur wiederherzustellen und die Suche nach weiteren Opfern fortzusetzen. Doch mit der Zerstörung der Vegetation durch die Brände drohen neue Gefahren wie Erdrutsche. Ein Haus am Hang, das den Flammen getrotzt hatte, fiel einem Erdrutsch zum Opfer, vermutlich ausgelöst durch aufgeweichten Boden. Experten warnen vor weiteren Schlammlawinen, besonders nach Regenfällen, die noch erhebliche Schäden anrichten können.
Ein Lichtblick in der dramatischen Lage ist das geplante Benefiz-Konzert "FireAid" in Inglewood, bei dem zahlreiche prominente Künstler auftreten werden. Unter ihnen sind Stars wie Lady Gaga, Billie Eilish, Katy Perry und die Red Hot Chili Peppers. Ziel der Veranstaltung ist es, Spenden für die betroffenen Gemeinden zu sammeln.
Hollywood-Star Bruce Willis zeigte sich tief berührt und bedankte sich herzergreifend bei den Einsatzkräften vor Ort. Seine Frau, Emma Heming Willis, teilte bewegende Momente auf Instagram, die den Dank des Schauspielers an die Helfer dokumentierten. Auch wenn Willis, der an Frontotemporaler Demenz leidet, selten in der Öffentlichkeit auftritt, ließ er es sich nicht nehmen, seine Anerkennung für die erstklassige Arbeit der Einsatzkräfte auszudrücken.

