Verhandlungen im Gazastreifen stocken: Hamas sieht keinen Sinn in neuen Gesprächen
Im anhaltenden Konflikt im Gazastreifen haben die jüngsten Entwicklungen die Hoffnungen auf eine baldige Waffenruhe gedämpft. Die Hamas, eine der Hauptakteure in der Region, hat weitere Gespräche mit Israel über eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln als aussichtslos bezeichnet. Basim Naim, ein führendes Mitglied im politischen Büro der Hamas, äußerte sich kritisch zu den derzeitigen Verhandlungen und wies auf den „Hungerkrieg“ hin, den Israel vermeintlich gegen die Bevölkerung des Gazastreifens führt.
Israel hingegen wirft der Hamas vor, Hilfslieferungen abzufangen und diese für eigene wirtschaftliche und militärische Zwecke zu nutzen. Aus diesem Grund hatte Israel seit März jegliche Hilfslieferungen in die Region gestoppt. Ein kürzlich gefasster Beschluss des israelischen Sicherheitskabinetts sieht jedoch vor, die Lieferungen künftig unter strengeren Kontrollen wieder zuzulassen. Ein neu erarbeiteter Mechanismus soll sicherstellen, dass die Hamas nicht von den Hilfsgütern profitiert.
Die Güterverteilung soll künftig durch US-Sicherheitsfirmen überwacht werden, und es ist geplant, dass die Versorgung über bis zu sechs Zentren im Gazastreifen direkt an die Familien erfolgt. Ab wann dieser neue Verteilmechanismus in Kraft tritt, bleibt allerdings noch unklar.

