Verhaltener Start für europäische Börsen: Tech-Giganten und Rohstoffwerte im Fokus
In einer hochspannenden Woche zeigten sich die Anleger an den europäischen Aktienmärkten zurückhaltend. Die wichtigsten Indizes blieben am Montag nahezu stabil. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verzeichnete ein kleines Minus von 0,2 Prozent und schloss bei 5.936 Punkten. Im Gegensatz dazu konnte der britische Leitindex FTSE 100 leicht um 0,1 Prozent auf 10.158 Zähler zulegen. In der Schweiz fiel der SMI um 0,4 Prozent auf 13.100 Punkte.
Spannend bleibt die Woche vor allem wegen der anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend. Dazu werden die Quartalszahlen der US-Technologieriesen Apple, Microsoft, Tesla und Meta die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen.
Besonders gefragt waren europaweit die Rohstoffwerte, die von einem neuen Rekordhoch beim Goldpreis profitierten, das erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar durchbrach. Geopolitische Spannungen, verstärkte Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf niedriger bleibende Zinsen in den USA zählen zu den Hauptfaktoren hinter dieser Entwicklung.
Ein düsteres Bild zeigt sich hingegen bei Lebensmittelproduzenten. Aufgrund eines andauernden Problems mit verunreinigter Babynahrung gerieten diese stark unter Druck. Der französische Hersteller Danone musste bestimmte Chargen zurückrufen, was die Aktien um gut vier Prozent nach unten drückte. Auch Nestle in Zürich und Reckitt in London verzeichneten Kursverluste von knapp zwei bzw. fast drei Prozent.
Unterdessen sah sich Ryanair, trotz der Aussicht auf eine steigende Passagierzahl nach einer Entspannung bei der Flugzeuglieferung, mit einem enttäuschenden Ergebnisausblick konfrontiert. Die Aktien des Billigfliegers fielen in Dublin um mehr als zwei Prozent.

