Verfolgung in der Karibik: US-Militär greift mutmaßliche Drogenboote an
In den Gewässern der Karibik ist das US-Militär erneut gegen ein Boot, das angeblich Drogen transportierte, vorgegangen. Pentagon-Chef Pete Hegseth erklärte auf der Plattform X, bei dem Angriff seien drei Insassen des Bootes ums Leben gekommen. Die Aktion wurde auf Grundlage von Geheimdienstinformationen durchgeführt, die jedoch nicht genauer spezifiziert wurden. Unabhängige Bestätigungen dieser Details liegen bisher nicht vor.
Ein Video, das Hegseth in seinem Post teilte, zeigt offenbar einen Luftangriff auf das Ziel, bei dem eine Explosion zu beobachten ist, vermutlich durch den Einsatz einer Rakete. Hegseth verzichtete darauf, den genauen Ort des Vorfalls zu benennen. In seiner Botschaft machte er jedoch deutlich, dass das US-Militär weiterhin mit Nachdruck gegen Drogenhandel vorgehen werde. Er erklärte, Schmuggler würden konsequent verfolgt und eliminiert.
Das Vorgehen der US-Streitkräfte sorgt für internationales Aufsehen und Kritik. In den vergangenen Wochen kam es wiederholt zu Angriffen auf mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik, bei denen bereits zahlreiche Menschen getötet wurden. Die US-Regierung stuft die Beteiligten des Drogenhandels als "Terroristen" ein, während Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen in der Praxis Verstöße gegen internationales Recht sehen.
Die Spannungen zwischen den USA und Venezuela nehmen zu, da Washington den karibischen Staat unter Präsident Nicolás Maduro beschuldigt, den Drogenschmuggel aktiv zu unterstützen. In Reaktion auf Trumps Regierungsvorwürfe hat Venezuela klargestellt, dass es unschuldig sei und dass die US-Aktivitäten lediglich das Ziel hätten, den immensen Ölreichtum des Landes ins Visier zu nehmen. Mit geschätzten 303 Milliarden Barrel Ölreserven steht Venezuela an der Weltspitze, wobei die Förderung des Schweröls technisch anspruchsvoll ist.

