Vereinte Nationen mahnen zur Besonnenheit nach US-Militärschlägen in der Karibik
Die Vereinten Nationen drängen auf Besonnenheit angesichts der jüngsten US-Militäraktionen vor der Küste Venezuelas. Stellvertretender UN-Generalsekretär Miroslav Jença appellierte an den Sicherheitsrat für einen konstruktiven Dialog und eine friedliche Beilegung der bestehenden Spannungen. Hintergrund sind wiederholte Angriffshandlungen der US-Streitkräfte gegen Boote, die mutmaßlich Drogen in die USA transportieren sollten, wobei nach Angaben der USA mehr als 20 Personen ums Leben kamen.
Solche Vorfälle werden international scharf kritisiert, vor allem, da unklar bleibt, welche rechtlichen Grundlagen diese Maßnahmen stützen. Der stellvertretende Generalsekretär Jença warnte vor einer zunehmenden US-Militärpräsenz in der Karibik und hob hervor, dass alle Handlungen zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität im Einklang mit internationalem Recht stehen müssen.
Aus Washington verteidigt man das Vorgehen mit Verweis auf die offensive Kampfhaltung der Trump-Regierung gegen Drogenhandel und kartellartige Strukturen. Man sei bereit, die vollen Kapazitäten gegen illegale Akteure einzusetzen, wobei weitere Militärschläge nicht ausgeschlossen würden.
Die USA lehnen darüber hinaus die Anerkennung der venezolanischen Regierung von Nicolás Maduro ab. Parallel zu diesen Entwicklungen wurde die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Machado würdigte in einer Erklärung insbesondere die Rolle von Präsident Trump als entscheidenden Verbündeten im Kampf um die demokratischen Rechte Venezuelas. Das norwegische Nobelkomitee ehrte Machados stetigen Einsatz für einen friedlichen Übergang von der Diktatur zur Demokratie.

