Verdächtiges Schiff nach Schaden an Ostsee-Kommunikationskabel festgesetzt

Ein Vorfall in der Ostsee hat für Aufsehen gesorgt, nachdem ein Unterseekabel zwischen Finnland und Estland beschädigt wurde. Die finnische Küstenwache nahm daraufhin den Frachter "Fitburg" ins Visier, der unter der Flagge von St. Vincent und den Grenadinen fährt. Der Verdacht fällt auf 14 Besatzungsmitglieder aus Russland, Georgien, Aserbaidschan und Kasachstan, die festgenommen wurden.
Der Ausfall des Kommunikationskabels, das die Hauptstädte Helsinki und Tallinn verbindet, wurde von Elisa, einem finnischen Telekommunikationsanbieter, gemeldet. Trotz des Schadens gibt es keine Beeinträchtigungen bei den Datenverbindungen, wie die estnische Ministerin Liisa Pakosta versicherte. Dank alternativer Kabelverbindungen bleibt die digitale Kommunikation intakt.
Laut finnischer Behörden wurde die Ankerkette des verdächtigen Schiffs "Fitburg" in der finnischen Wirtschaftszone im Wasser gesichtet, was den Verdacht erhärtet, dass dieses Schiff die Ursache des Schadens war. Nachdem das Schiff in sicherem finnischen Gewässer festgemacht worden war, übernahm die Polizei die Kontrolle und leitete Untersuchungen ein. Der Frachter war von St. Petersburg aufgebrochen und auf dem Weg nach Haifa.
Der finnische Präsident Alexander Stubb betonte die Wachsamkeit der Behörden im Kurznachrichtendienst X und versicherte, die Situation werde genau beobachtet, um auf alle Sicherheitsbedrohungen vorbereitet zu sein. Unterdessen schließt Estlands Regierungschef Kristen Michal die Verbindung zur russischen Schattenflotte aus, auch wenn es Parallelen zu einem Vorfall Ende 2024 gibt, bei dem die "Eagle S" Schäden verursachte.
Die Ermittlungen laufen wegen schwerer Sachbeschädigung und Störung des Telekommunikationsverkehrs. Die Verbindungen zu Russlands Schattenflotte werfen Fragen auf, ob eventuell Versuche der Umgehung von Sanktionen hinter der mutmaßlichen Sabotage stecken könnten.

