Verbio auf Erfolgskurs: Umsatz- und Ergebnissteigerungen im zweiten Quartal
Der Leipziger Biokraftstoffhersteller Verbio kann im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 erfreuliche finanzielle Fortschritte vermelden. Dank einer starken Performance insbesondere im Bioethanol- und Biomethansegment verzeichnete das Unternehmen sowohl Umsatz- als auch Gewinnzuwächse. Der Umsatz stieg deutlich auf 455,4 Millionen Euro, verglichen mit 393,6 Millionen Euro im Vorjahr, während das operative Ergebnis (Ebitda) von 20,8 auf 30,1 Millionen Euro anwuchs. Dies führte zu einem positiven Ergebnis je Aktie von 0,05 Euro.
Trotz der positiven Entwicklung reagierten die Börsen verhalten: Die Aktie des Unternehmens verlor am Donnerstag gegen Mittag etwa drei Prozent, obwohl sie im bisherigen Jahresverlauf um 20 Prozent und in den letzten zwölf Monaten sogar um beeindruckende 150 Prozent zulegen konnte. Analyst Constantin Hesse von Jefferies äußerte, dass die zuletzt verkündeten Kennzahlen hinter den Markterwartungen zurückgeblieben seien, insbesondere da man eine mutigere Korrektur des Jahresausblicks erhofft hatte. Das Management visiert nun das obere Ende des zuvor prognostizierten hohen zweistelligen Millionenbereichs für das operative Ergebnis an.
Nach einem herausfordernden Vorjahr, in dem sinkende Preise und Margen belasteten, blickt Verbio optimistisch in die Zukunft. Vorstandsvorsitzender Claus Sauter sieht die Markterholung des Biokraftstoffsegments in Deutschland bereits in greifbarer Nähe, unterstützt durch neue EU-Vorschriften, die mehr Transparenz und weniger Betrug im Markt bewirken sollen. Auch der Preis für THG-Quoten, die Mineralölunternehmen betreffen, hat sich bereits erholt.
Zukunftsweisend sieht Verbio zudem in strategischen Investitionen in den USA und Indien sowie der Diversifizierung seiner Produktpalette. Ein herausragendes Projekt ist der Bau einer neuen Anlage in Bitterfeld, die ab 2026 jährlich rund 60.000 Tonnen biobasierte Chemikalien für die Industrie bereitstellen soll.

