USA unter Trump: Der schwindende Glanz einer Supermacht
Eine aktueller Bericht der Allianz der Demokratien illustriert die mittlerweile getrübte Weltwahrnehmung der Vereinigten Staaten unter der Führung von Präsident Donald Trump. Die Studie mit dem Titel "Democracy Perception Index", veröffentlicht kurz vor dem Demokratiegipfel in Kopenhagen, zieht ein ernüchterndes Fazit: In mehr als 75 Prozent der untersuchten Länder genießt China einen besseren Ruf als die USA. Diese Umfrage spiegelt eine weltweit verbreitete Präferenz wider, ausgenommen von Staaten wie Israel, Südkorea, Japan, Polen und der Ukraine, die nach wie vor Washington den Vorzug geben. In Europa und weiten Teilen Asiens und Lateinamerikas stehen die USA jedoch in der Sympathie hinter China zurück, besonders im Nahen Osten und Nordafrika ist die Kluft zugunsten Pekings beträchtlich.
Das globale Image der USA hat im Vergleich zum Vorjahr stark gelitten und rutschte von 22 Prozent auf minus 5 Prozent ab, während China mit einem positiven Ansehen von 14 Prozent und Russland mit minus 9 Prozent bewertet werden. In Deutschland sind die Einschätzungen der Großmächte überaus kritisch: Die USA liegen bei minus 44 Prozent, China bei minus 41 Prozent und Russland bei minus 54 Prozent.
Persönlich hat Präsident Trump in 82 Prozent der Länder ein negatives Ansehen, wohingegen der russische Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping von 61 bzw. 44 Prozent der Befragten negativ wahrgenommen werden. In Deutschland ist die Meinung über Trump mit minus 65 Prozent besonders schlecht, gefolgt von Putin mit minus 63 Prozent und Xi mit minus 48 Prozent.
Der "Democracy Perception Index" ist laut Angaben der Alliance of Democracies weltweit die umfassendste jährliche Studie zur Demokratieeinschätzung. Über 110.000 Befragte aus 100 Ländern lieferten zwischen dem 9. und 25. April die Datenbasis der Umfrage. Die Studie wird traditionell vor dem zweitägigen Demokratiegipfel in Kopenhagen veröffentlicht, wo dieses Jahr unter anderem die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und der ehemalige britische Premierminister David Cameron als Redner erwartet werden.

