USA und Russland nehmen diplomatische Gespräche in Istanbul wieder auf
Russland und die Vereinigten Staaten von Amerika schicken ihre diplomatischen Vertreter am Donnerstag, den 10. April, erneut nach Istanbul, um über die Zukunft ihrer Botschaften zu beraten. Dies bestätigte der Kremlsprecher Dmitri Peskow in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur Interfax.
Im Rahmen der Gespräche soll einzig die Funktionsweise der Botschaften in den jeweiligen Ländern thematisiert werden, wie die US-Außenministeriumssprecherin Tammy Bruce betonte. Politische oder sicherheitspolitische Diskussionen, insbesondere über die Ukraine, sind nicht Bestandteil der Agenda.
Bruce unterstrich, dass eine umfassendere Verbesserung der Beziehungen zu Moskau ohne einen Friedensschluss zwischen Russland und der Ukraine ausgeschlossen sei. Angeführt wird die russische Delegation von dem neuen Botschafter in Washington, Alexander Dartschijew, wie das russische Außenministerium bekannt gab.
Auf US-amerikanischer Seite übernimmt die Diplomatin Sonata Coulter die Leitung der Delegation. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen sind seit Jahren angespannt, was sich in Einschränkungen der Botschaftsarbeit und der Ausweisung zahlreicher Diplomaten widerspiegelt.
Erstmals wurden die Themen rund um die Botschaften im Rahmen eines Annäherungsprozesses unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump am 27. Februar in Istanbul diskutiert. Damals wurde Dartschijews Ernennung durch die USA zugestimmt.

