USA und Großbritannien planen gemeinsame Militärschläge gegen Huthi-Rebellen im Jemen
Das britische Kabinett wurde gestern Abend zu telefonischen Beratungen einberufen, um über bevorstehende Militärschläge gegen die Huthi-Rebellen im Jemen zu beraten. Medienberichten zufolge plant die britische Regierung gemeinsame Aktionen mit den USA. Der genaue Zeitpunkt der geplanten Militärschläge ist derzeit noch unklar. Weder die britische Regierung noch die USA haben sich bisher offiziell zu den Berichten geäußert.
In den letzten Tagen hatte sich jedoch eine Reaktion der USA und ihrer Verbündeten abgezeichnet. Der britische Verteidigungsminister Grant Shapps warnte bereits vor Konsequenzen, sollten die Angriffe der Huthi-Rebellen nicht aufhören. Auch der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats der USA, John Kirby, warnte die Huthi-Rebellen gestern, dass sie die Konsequenzen für ihre Angriffe tragen müssten.
Die Huthi-Rebellen greifen seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas immer wieder Schiffe mit angeblicher israelischer Verbindung im Roten Meer an. Dies hat dazu geführt, dass große Reedereien die wichtige Handelsroute zunehmend meiden. Auch Israel wird regelmäßig direkt von den Huthi mit Drohnen und Raketen angegriffen.
Da etwa zehn Prozent des gesamten Welthandels über das Rote Meer abgewickelt werden, hat diese Eskalation der Lage bereits jetzt Auswirkungen auf den internationalen Handel. Der Suezkanal, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet, ist die kürzeste Seeverbindung zwischen Asien und Europa und damit von großer Bedeutung für den globalen Handel. (eulerpool-AFX)

