USA und China: Vereinbarungen zu Seltenen Erden und Fentanyl-Zöllen
Nach intensiven Verhandlungen zwischen den USA und China hat US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben, dass eine Einigung im Streit um Chinas Exportkontrollen seltener Erden erzielt wurde. Die Hindernisse seien ausgeräumt, und eine vorläufige Vereinbarung wurde getroffen, die für ein Jahr gelten soll. Trump äußerte die Hoffnung, dass der Begriff 'seltene Erden' für einige Zeit aus dem politischen Diskurs verschwinden könnte, was die Bedeutung dieser Einigung unterstreicht.
Diese Vereinbarung, die nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping erzielt wurde, lässt Spielraum für eine Verlängerung nach Ablauf des ersten Jahres. Details zur Übereinkunft wurden von Trump bislang nicht näher erläutert, doch es zeigt sich, dass beide Länder auf einen toleranteren Handelsweg einschwenken könnten.
Gleichzeitig gab Trump bekannt, dass die bestehenden Zölle auf das in den USA kontrovers diskutierte Fentanyl um 10 Prozentpunkte reduziert werden. Diese Importzölle waren ursprünglich als Reaktion auf die massive Fentanyl-Krise in den USA eingeführt worden und lagen bei 20 Prozent. Durch diese Anpassung sinken die Abgaben auf 47 Prozent.
Zuvor hatten Beobachter bereits spekuliert, dass China eine geplante Ausweitung der Exportkontrollen auf zusätzliche seltene Erden bis Mitte November auf Eis legen könnte. Bereits seit April sind chinesische Firmen mit einem zeitaufwendigen Antragsprozess konfrontiert, wenn sie bestimmte Rohstoffe exportieren möchten. Die Regierung in Peking rechtfertigt diese Maßnahmen mit dem Ziel, eine ungenehmigte militärische Nutzung zu verhindern.
China hält die Spitzenposition in der globalen Förderung und Verarbeitung seltener Erden und nutzt diesen Vorteil in den Verhandlungen mit den USA strategisch aus. Diese wertvollen Rohstoffe sind essentiell für zahlreiche Technologien, darunter Smartphones, Elektromotoren und Turbinen. Trotz des markanten Namens sind seltene Erden nicht zwingend selten, jedoch verlangt ihre umweltschädliche Gewinnung erhebliche Ressourcen. China hat sich in dieser industriellen Nische als nahezu unangefochtener Marktführer etabliert, während Länder wie Brasilien, Indien und Australien ebenfalls produzieren.

