USA genehmigt begrenzten Ölexport nach Kuba – Sanktionen teilweise gelockert
USA genehmigt begrenzten Ölexport nach Kuba – Sanktionen teilweise gelockert
Die Entscheidung der US-Regierung, den Verkauf von venezolanischem Öl nach Kuba für kommerzielle und humanitäre Zwecke zuzulassen, dürfte für die wirtschaftlich schwer angeschlagene Karibikinsel ein hoffnungsvoller Lichtblick sein. Laut einer Mitteilung des US-Finanzministeriums soll ein Teil der bestehenden Sanktionen jedoch bestehen bleiben. Unternehmen sind nach wie vor davon abgehalten, Rohöl an Akteure mit Verbindungen zur kubanischen Regierung, dem Militär oder den Geheimdiensten zu verkaufen.
Kuba sieht sich seit Dezember mit einer gänzlichen Ölblockade konfrontiert, nachdem US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker aus Venezuela angeordnet hatte. Mit der zusätzlichen Drohung möglicher Zölle gegen kubanische Öllieferanten geriet die ohnehin knappe Versorgungslage weiter unter Druck. Zudem hatte Mexiko seine Öllieferungen nach Kuba im Januar eingestellt, was die Situation noch verschärfte.
Das knappe Ölangebot zwingt die kubanische Bevölkerung nunmehr vermehrt zum Kochen mit Holz und Kohle, und die ohnehin schwierige Transport- und Energieversorgungssituation verschlechterte sich weiter. Busse und Autos stehen vielfach still, da Brennstoffe fehlen und die Stromausfälle zunehmen.

