USA erwartet Moskauer Vorschläge für Waffenruhe - Selenskyj hebt Amerika hervor
Nach dem jüngsten Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin blicken die USA gespannt in Richtung Moskau auf einen erwarteten Vorschlag zur Waffenruhe in der Ukraine. US-Außenminister Marco Rubio in Washington deutete an, dass ein solcher Vorschlag aus Russland signalisiert wurde, der unmittelbar zu breiteren Verhandlungen führen könnte. Indessen setzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj große Hoffnungen auf die USA, um als treibende Kraft bei den angestrebten Friedensverhandlungen zwischen Kiew und Moskau zu fungieren.
Trump hatte zu Wochenbeginn nach dem Gespräch mit Putin Verhandlungen im Vatikan ins Spiel gebracht. Seine Ankündigung blieb jedoch vage und zog Kritik nach sich, da ihm vorgeworfen wird, nicht genügend Druck auf den Kreml auszuüben. Berichte legen zudem nahe, dass Trump bislang von weiteren Sanktionen gegenüber Russland absah.
Rubio betonte, dass aus dem russischen Vorschlag auf deren Verhandlungslogik und Position geschlossen werden könne. Die Ukraine verteidigt sich nun schon seit mehr als drei Jahren gegen eine russische Invasion.
Selenskyj lobte währenddessen das kürzlich verabschiedete 17. Sanktionspaket der EU als Schritt in die richtige Richtung und unterstrich die Bedeutung zusätzlicher Sanktionen. "Es wärmt das Herz zu sehen, wie Europa und das Vereinigte Königreich ihre Sanktionen gegen Russland verstärken. Es ist jetzt Zeit, dass Amerika zusammen mit uns voranschreitet", appellierte Selenskyj. Das Sanktionspaket zielt insbesondere auf die russische Schattenflotte ab, die Öl- und Ölerzeugnisse befördert.
Seine Heiligkeit, Papst Leo XIV., hat erneut seine Bereitschaft betont, die Verhandlungen im Vatikan auszurichten. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bestätigte diese Bereitschaft nach einem Gespräch mit dem Pontifex, in dem sie die Neutralität und das Engagement des Vatikans für Frieden unterstrich.
Die russische Führung meldete unterdessen, dass rund 20.000 neu eingebürgerte Migranten im Ukraine-Krieg an die Front geschickt wurden. Alexander Bastrykin, Leiter des Ermittlungskomitees, sprach in der staatlichen Nachrichtenagentur Tass darüber, dass diese Männer ursprünglich aus Staaten wie Usbekistan oder Tadschikistan stammen. Ihnen fehlen oft die wirtschaftlichen Möglichkeiten in ihren Heimatländern, weshalb sie nach Russland migrieren.
Neben Verteidigungsanstrengungen durch Einwanderer setzt der Kreml auf finanzielle Anreize, um Freiwillige aus wirtschaftlich schwächeren russischen Regionen zu gewinnen. Zu den militärischen Unterstützern zählen zudem Truppen des nordkoreanischen Regimes und angeworbene Kämpfer aus verschiedenen Teilen der Welt, einschließlich China, Indien und Kuba.

