US-Staatsanleihen unter Druck: Schwache Konjunkturzahlen belasten Märkte
Am Montag mussten die Kurse der US-Staatsanleihen leichte Verluste hinnehmen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen verzeichnete einen Rückgang von 0,04 Prozent auf 112,62 Punkte, während die Rendite auf 4,114 Prozent kletterte. Verantwortlich für den Kursrückgang waren unter anderem schwache Konjunkturdaten aus den USA, die insbesondere am Nachmittag die Märkte belasteten.
Die Industrie in den USA durchlebte im Oktober eine unerwartete Stimmungseintrübung. Der vielbeachtete Einkaufsmanagerindex ISM sank um 0,4 Punkte und erreichte mit 48,7 Zählern ein Niveau, das weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt. Volkswirtschaftler hatten im Vorfeld mit einem Anstieg auf 49,5 Punkte gerechnet. Der Indexverlauf signalisiert einen weiteren Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität in der US-Industrie.
Analyst Tobias Basse von der Nord/LB verwies darauf, dass der US-Stimmungsindikator kein positives Signal für die konjunkturell geschwächte US-Wirtschaft setzt. Aufgrund der teilweise geschlossenen Bundesbehörden wurden in der letzten Zeit weniger Konjunkturdaten veröffentlicht, weshalb die aktuellen Zahlen mit besonderer Spannung erwartet wurden.
Ein Lichtblick bleibt die "Aufträge"-Komponente, die sich der 50-Punkte-Marke annähert. Trotzdem sieht Ralf Umlauf, Analyst bei der Helaba, die Perspektive des Sektors weiterhin getrübt. Nach der jüngsten Entscheidung der Fed, die Zinserhöhungserwartungen zu reduzieren, könnten diese nun eventuell wieder an Bedeutung gewinnen.

