US-Staatsanleihen im Aufwind – Industrie in Bedrängnis
Die amerikanischen Staatsanleihen konnten am Dienstag einen deutlichen Kurszuwachs verzeichnen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, auch bekannt als T-Note-Future, kletterte um beachtliche 0,53 Prozent und schloss bei 111,81 Punkten. Gleichzeitig sank die Rendite der zehnjährigen Bonds auf 4,15 Prozent.
Ursache der positiven Entwicklung sind schwächelnde Wirtschaftsdaten aus den USA, die den Markt für Anleihen stützten. Der wichtige Einkaufsmanagerindex ISM zeigte, dass sich die Stimmung in der US-Industrie im März erheblich eingetrübt hat und sogar unter die Wachstumsschwelle gefallen ist, was auf eine Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivität schließen lässt.
Ulrich Wortberg, Volkswirt bei der Landesbank Hessen-Thüringen, erklärte, dass die unbeständige US-Handelspolitik, insbesondere die Einführung und Anhebung von Zöllen, für Verunsicherung und steigende Kosten sorge. Dies verstärke die ohnehin bestehenden Wachstumssorgen.
Er fügte hinzu, dass trotz der wirtschaftlichen Unruhe ungewiss sei, ob die US-Notenbank ihre Geldpolitik schnell lockern wird, da die Zollpolitik zusätzliche Inflationsrisiken mit sich bringe. Die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte richtet sich weiterhin auf die US-Zollpolitik, denn am Mittwoch plant Präsident Donald Trump bedeutende Zollankündigungen, die die globalen Handelskonflikte weiter anheizen könnten.

