US-Militär geht gegen Drogenschmuggel im Pazifik vor
Erneut hat das US-Militär im östlichen Pazifik ein Boot, das mutmaßlich mit Drogen beladen war, ins Visier genommen. Zwei Personen kamen bei diesem Einsatz ums Leben, während eine weitere überlebte. Nach diesem Vorfall informierte das zuständige Regionalkommando (Southcom) umgehend die US-Küstenwache, um die Rettung der überlebenden Person zu organisieren. Ob diese Rettung gelang, bleibt jedoch unklar, da auch Pentagon-Chef Pete Hegseth in seinen Mitteilungen keine weiteren Informationen hierzu machte.
Das betroffene Boot war Berichten zufolge in von terroristischen Organisationen betrieben und auf einer bei Drogenschmugglern bekannten Route unterwegs. Es ist der erste offiziell bekannte Angriff der USA dieser Art seit der Festnahme des venezolanischen Ex-Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte Anfang Januar. Maduro und seine Frau wurden damals in Caracas festgenommen und nach New York überführt, wo sie sich wegen angeblicher Verwicklungen in den Drogenhandel verantworten sollen.
Seit September hatten US-Streitkräfte wiederholt Schnellboote im Verdacht des Drogentransports angegriffen, was zu über 100 Todesopfern führte. Während die US-Regierung diese Personen als Drogenschmuggler und Terroristen einstuft, sieht sie sich mit erheblicher Kritik konfrontiert. Experten werfen der US-Regierung vor, dass diese Angriffe völkerrechtswidrig seien.

