US-Märkte unter Druck: Technologiewerte belasten Indizes
Die bedeutendsten US-amerikanischen Aktienindizes verzeichneten am Donnerstag Rückgänge, während Investoren die neuesten wirtschaftlichen Daten und Unternehmensgewinne prüften. Der Nasdaq Composite sank um 0,9 % auf 19.338,3 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 jeweils um 0,2 % auf 43.153,1 bzw. 5.937,3 Punkte fielen. Besonders der Technologiesektor zeigte Schwäche, während Versorger die Gewinnerliste anführten.
Die Wirtschaftsdaten zeigten, dass die US-Einzelhandelsumsätze im letzten Monat langsamer als erwartet stiegen, gebremst durch einen Rückgang im Bereich der Bauwarengeschäfte, wie Daten des Census Bureau zeigten. BMO kommentierte, dass der robuste Konsum und die Einzelhandelsumsätze seit den Zinssenkungen der Federal Reserve im September einen wichtigen Anhaltspunkt für die Fed darstellen könnten, die Leitzinsen bis Ende Januar unverändert zu lassen, während sie auf mehr Klarheit bezüglich Zöllen und Inflation wartet.
Indes stieg das Vertrauen der US-Hausbauer im Januar überraschend an, obwohl die Erwartungen aufgrund steigender Hypothekenzinsen gedämpft waren. Laut einer Umfrage der Philadelphia Fed erreichte die Produktionsaktivität in der Mid-Atlantic-Region Amerikas ein mehrjähriges Hoch, da die Auftragseingänge positiv schwangen und die Auslieferungen zulegten.
In den Nachrichten aus der Unternehmenswelt rutschte UnitedHealth Group um 6 % ab, da die Umsätze hinter den Markterwartungen zurückblieben, obwohl die Quartalsergebnisse im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Bank of America verbuchte ein stärkeres als erwartetes Wachstum, die Aktien fielen jedoch um 1 %. Morgan Stanley hingegen übertraf mit seinen Ergebnissen die Erwartungen und verzeichnete einen Anstieg der Aktien um 4 %, unterstützt durch ein florierendes Investmentbankinggeschäft. DexCom war der Spitzenreiter bei S&P 500 und Nasdaq mit einem Kursgewinn von 5,5 %, dank einer Kurszielanpassung durch Baird.
Der Preis für West Texas Intermediate Rohöl fiel um 1,8 % auf 78,63 USD pro Barrel. Auf der anderen Seite kletterte der Goldpreis um 1 % auf 2.745,20 USD pro Feinunze, während Silber leicht um 0,2 % auf 31,60 USD je Unze zulegte.

