US-Industrie zeigt leichte Erholung – Fed-Entscheidungen im Fokus
Die US-Industrie lässt erste vorsichtige Anzeichen einer Erholung erkennen, wie der jüngste Bericht des Institute for Supply Management (ISM) aufzeigt. Der vielbeachtete Einkaufsmanagerindex ISM legte im August um 0,7 Punkte zu und erreichte somit 48,7 Punkte. Dennoch blieb der Anstieg leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die mit einem Wert von 49,0 Punkten gerechnet hatten.
Trotz des leichten Anstiegs bleibt der ISM-Index unter der bedeutenden Wachstumsschwelle von 50 Punkten, was auf eine weiterhin schrumpfende wirtschaftliche Aktivität hindeutet. Ermutigend zeigt sich jedoch die Verbesserung bei den neuen Aufträgen sowie beim Beschäftigungsindikator, auch wenn Letzterer nach wie vor klar unterhalb der Wachstumsschwelle liegt.
Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktberichts der US-Regierung am Freitag wirft der Rückgang des Preisdrucks weitere Fragen auf. Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen kommentierte, dass die Perspektiven im Industriebereich nach wie vor als mäßig gelten und keine signifikanten Veränderungen in den Zinssenkungserwartungen gegenüber der US-Notenbank Fed zu verzeichnen sind. Die Finanzmärkte antizipieren, dass die Fed den Leitzins in der nächsten Sitzung um 0,25 Prozentpunkte reduzieren könnte.

