US-Handelskonflikt: Aufhebung der Exportkontrolle begünstigt Siemens
Die jüngsten Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China zeigen eine positive Dynamik für den Münchner Technologieriesen Siemens. Wie das Unternehmen bestätigte, hat das US-Handelsministerium die im Mai eingeführten Exportbeschränkungen für Software und Technologie zur automatisierten Chipentwicklung – bekannt als EDA – aufgehoben.
Als Reaktion darauf hat Siemens den Vertrieb und den Kundendienst für die betroffenen chinesischen Kunden wieder aufgenommen. EDA, kurz für „electronic design automation“, umfasst spezialisierte Software und Hardware, die für die Entwicklung, Produktion und Prüfung integrierter Schaltkreise und elektronischer Komponenten eingesetzt wird. Siemens hat seine Kompetenz in diesem Bereich maßgeblich durch die Übernahme des amerikanischen Unternehmens Mentor Graphics erweitert.
In einer offiziellen Stellungnahme entschuldigte sich Siemens bei seinen chinesischen Kunden für etwaige Unannehmlichkeiten, die durch die Exportbeschränkungen entstanden sein könnten, und drückte Dankbarkeit für deren Geduld aus. Diese Entwicklungen betreffen maßgeblich das Geschäftsfeld Digital Industries von Siemens, das durch die vorübergehende Beschränkung beeinträchtigt worden war.
Interessanterweise zeigt auch das US-Unternehmen Synopsis, mit Sitz in Kalifornien, eine ähnliche Erleichterung, indem es die Aufhebung der Restriktionen begrüßt. Diese Maßnahme spiegelt eine Entspannung in den Handelsbeziehungen wider, die unter der Administration von US-Präsident Donald Trump auf eine harte Probe gestellt worden waren.

