US-Delegation sendet militärisches Signal an den Iran: "USS Abraham Lincoln" im Fokus
Nach intensiven Gesprächen mit iranischen Vertretern im Oman besuchten Steve Witkoff, der US-Sondergesandte, und Jared Kushner, Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln". Dabei nutzten sie die Gelegenheit, um der Besatzung ihren Dank auszusprechen und sich von den laufenden Flugeinsätzen ein Bild zu machen. Witkoff betonte in sozialen Medien seine Wertschätzung für das Engagement der Soldatinnen und Soldaten, die die Interessen der Vereinigten Staaten verteidigen und ein Zeichen der Entschlossenheit senden.
Der Besuch auf dem Flugzeugträger verdeutlicht nachdrücklich die anhaltende militärische Präsenz und Schlagkraft, die die USA gegenüber dem Iran im Zusammenhang mit den Verhandlungen im Oman demonstrieren wollen. Die Einladung zu diesem Besuch ging vom Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper, aus, der zuvor an den Gesprächen als Teil der US-Delegation beteiligt war. Berichten zufolge war der Besuch bereits im Vorfeld sowohl den omanischen als auch den iranischen Behörden mitgeteilt worden.
Aus iranischer Perspektive wurde der Besuch als eine verstärkte Machtdemonstration der USA wahrgenommen, die die Risiken und Kosten künftiger Verhandlungen erhöhen könnte. Die kontroverse militärische Präsenz in der Region geht einher mit Drohungen von Donald Trump, der immer wieder ein militärisches Eingreifen gegen den Iran in Erwägung zog. Dies hatte er mit den Menschenrechtsverletzungen der iranischen Regierung während der Proteste sowie dem Atomprogramm begründet, das er als kritisch betrachtet.
Unterdessen steht ein Treffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Donald Trump in Washington bevor, um die Entwicklungen und die Herangehensweise an die Verhandlungen mit dem Iran weiter zu diskutieren.

