US-Börsen: Moderate Rückschläge vor Jackson Hole Symposium erwarten
Die US-Börsen mussten nach den jüngsten Höhenflügen leichte Rückschläge hinnehmen, während die Finanzwelt gespannt auf das bedeutende Notenbanktreffen in Jackson Hole, Wyoming, blickt. Im Fokus steht die Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell am Freitag, die potenziell richtungsweisende Ausblicke für den geldpolitischen Kurs – insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Zinssenkung im September – bieten könnte.
Der Aktienmarkt hat bereits mit einem moderaten Zinsschritt von 0,25 Prozentpunkten nach unten kalkuliert. Der Dow Jones Industrial zeigte sich im frühen Handel mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 44.677 Punkten, womit er einen Teilerfolg der Rekordstände von zwei Tagen zuvor wieder abgab. Ähnlich verhielt es sich mit dem S&P 500, der nach seinem Höchststand vor rund einer Woche um 0,3 Prozent auf 6.375 Punkte sank. Der Nasdaq 100, der stark mit Technologieaktien belastet ist, fiel um 0,4 Prozent auf 23.166 Punkte und setzt damit seine Seitwärtsbewegung der letzten Tage fort.
Chefökonom Michael Heise von HQ Trust äußerte sich zu den geldpolitischen Erwartungen und hält es für wahrscheinlich, dass Powell Hinweise auf eine baldige Zinssenkung liefert, da bereits einige Mitglieder des Offenmarktausschusses in der letzten Sitzung eine Lockerung der Geldpolitik befürwortet hatten. Entscheidend wird sein, inwiefern die Zinserwartungen für 2026 angepasst werden, da dies maßgeblichen Einfluss auf die Reaktionen der Aktienmärkte haben dürfte.

