US-Börsen im Hoch: Entspannung im Handelskonflikt gibt Auftrieb
Die Anzeichen einer Entspannung im andauernden Zollstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China haben den US-Aktienmarkt zu Wochenbeginn beflügelt. Besonders im Technologiebereich zeigten sich deutliche Kursgewinne, als sich die sogenannten "glorreichen Sieben", die größten US-Technologiekonzerne, eindrucksvoll behaupteten. Der Dow Jones Industrial touchierte zu Handelsbeginn ein Rekordhoch von über 47.500 Punkten, bevor er auf 47.484 Punkte zurückfiel, was einem Zuwachs von 0,6 Prozent entsprach. Auch der S&P 500 und der Nasdaq 100 setzten ihren Höhenflug fort. Der S&P 500 erzielte ein Plus von 0,9 Prozent auf 6.855 Punkte, während der Nasdaq 100 um 1,4 Prozent auf 25.707 Punkte anstieg. Alle sieben großen Tech-Aktien, von Apple bis Tesla, verzeichneten dabei Gewinne zwischen 1,3 und 3,5 Prozent.
Positive Signale aus Gesprächen zwischen US- und chinesischen Vertretern, die auf eine vorläufige Einigung im Zollstreit hindeuten, trugen zur Marktstabilität bei. Li Chenggang vom chinesischen Handelsministerium und US-Finanzminister Scott Bessent beschworen einen positiven Verlauf der Verhandlungen, die als Vorbereitungen für das bevorstehende Treffen der beiden Staatsoberhäupter in Südkorea dienen. Strategen wie Sandro Pannagl von der Landesbank Baden-Württemberg sehen darin eine kurzfristige Erholung und mehr Planungssicherheit für die kommenden Monate.
Im Bereich der Seltenen Erden gab es jedoch Kursverluste, da die Erwartungen an eine Angebotsverknappung unter den Anbietern für Ernüchterung sorgten. MP Materials, USA Rare Earths und Critical Metals verbuchten deutliche Einbußen.
Hingegen erlebte Avidity Biosciences, angetrieben durch Übernahmepläne von Novartis, einen spektakulären Kursanstieg um 43 Prozent. Bei Keurig Dr Pepper führte eine Anhebung der Jahresprognose sowie eine finanzielle Unterstützung durch Apollo und KKR zu einem Kursplus. Qualcomm meldete einen Kurssprung von 17 Prozent, da das Unternehmen seine Ambitionen im KI-Rechenzentren-Markt bekräftigt.

