US-Arbeitsmarkt zeigt sich widerstandsfähig: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken erneut
Der US-amerikanische Arbeitsmarkt demonstriert eine bemerkenswerte Stabilität. Jüngste Berichte aus Washington verzeichnen einen unerwarteten Rückgang bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Diese sanken um 4.000 auf insgesamt 217.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.
Dies markiert den sechsten Rückgang in Folge, während Experten eigentlich mit einem Anstieg auf 226.000 Anträge gerechnet hatten. Die Erstanträge erreichten Anfang Juni mit etwa 250.000 einen Höhepunkt, den höchsten Stand seit dem Vorjahr. Seitdem setzt sich jedoch der Abwärtstrend fort, was den Analysten erste Anzeichen für ein mögliches Abflachen der ansonsten starken Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt anzeigte.
Überraschend war die Arbeitslosenquote im Juni auf 4,1 Prozent gefallen, was die robusten Daten weiter unterstreicht. Die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen werden von den Finanzmärkten genau beobachtet, da sie wertvolle Einblicke in die allgemeine Tendenz des US-Arbeitsmarktes liefern.
Solche Arbeitsmarktdaten spielen zudem eine zentrale Rolle bei den geldpolitischen Überlegungen der US-Notenbank Fed. Kürzlich hielt die Fed den Leitzins stabil, und es wird weitgehend erwartet, dass auch bei der nächsten Zusammenkunft gegen Monatsende keine Änderungen vorgenommen werden.

