US-Anleihen im Rückwärtsgang: Erwartete Zinssenkungen rücken näher
Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Dienstag gesunken, nachdem der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere (T-Note-Future) um 0,27 Prozent auf 113,27 Punkte fiel. Gleichzeitig stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 4,08 Prozent. Diese gegenläufige Bewegung spiegelt eine Korrektur nach dem jüngsten Anstieg wider, der durch die Aussicht auf Leitzinssenkungen der US-Notenbank Fed befeuert wurde.
Die Finanzmärkte gehen davon aus, dass die Fed in der kommenden Woche eine Senkung der Leitzinsen vornehmen könnte. Dies wird durch kürzlich veröffentlichte, korrigierte US-Arbeitsmarktdaten weiter gestützt. Nach Angaben der US-Regierung war das Beschäftigungswachstum in den zwölf Monaten bis März 2025 weitaus geringer als ursprünglich gemeldet. Die Beschäftigtenzahl ist in diesem Zeitraum vermutlich um 911.000 weniger gestiegen als angenommen, was monatlich einer Abweichung von fast 76.000 Arbeitsplätzen entspricht.
Trotz der erneut aufgeflammten Spannungen im Nahen Osten, insbesondere durch die jüngsten Angriffe der israelischen Armee auf die Führung der Hamas in Doha, der Hauptstadt Katars, zeigten sich die Anleihemärkte weitgehend unbeeindruckt. Die geopolitischen Entwicklungen hatten kaum Einfluss auf die Anleihekurse und die Renditen.

