US-Aktienindizes setzen ihre Talfahrt fort: Dow und Nasdaq unter Druck
Nach einem zähen Wochenbeginn deuten die Anzeichen am Dienstag auf weitere Verluste bei den führenden US-Aktienindizes hin. Die jüngste Erholungsrally der Märkte scheint ausgereizt, was vor allem dem Dow Jones Index zu schaffen macht. Nach Schätzungen des Brokers IG wird ein Rückgang von 0,6 Prozent erwartet, was den Index auf 40.970 Punkte drücken könnte. Diese Entwicklung erfolgt in einem Marktumfeld, das noch immer von den Auswirkungen eines Kursrutsches gezeichnet ist, der zu Beginn des letzten Monats durch ein umfangreiches Zollpaket der Trump-Administration ausgelöst wurde.
Auch wenn sich zwischenzeitlich Anzeichen einer Entspannung, besonders im Handelskonflikt mit China, gezeigt hatten, sorgen aktuelle Unternehmensberichte und Prognosen für anhaltenden Pessimismus unter den Anlegern. So muss sich etwa Ford mit beträchtlichen Herausforderungen konfrontiert sehen. Die Aktien des Automobilgiganten sind vorbörslich unter Druck, da die jüngsten Zollbelastungen aus US-Importen den operativen Gewinn um 1,5 Milliarden Dollar schmälern könnten. Vor dem Hintergrund dieser Unsicherheit verzichtet Ford derzeit auf die Abgabe von Vorhersagen.
Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Nasdaq 100, der aktuell um 1,1 Prozent niedriger auf 19.753 Punkte taxiert wird. Nachdem der Index zuletzt neue Höchststände erreicht hatte, schlitterte er am Freitag an der 200-Tage-Durchschnittslinie - einem wichtigen Indikator für die langfristige Entwicklung - ins Straucheln. Besonders negativ betroffen sind die Aktien von Palantir, die vor dem Handelsbeginn fast 10 Prozent einbüßten. Trotz beeindruckender Geschäftsergebnisse und positiver Prognosen hinterfragen Analysten wie Brent Thill die derzeitige Bewertung der Aktien als überzogen.

