UPS stoppt Übernahme von Estafeta: Ein neuer Kurs im Zeichen der Marktbedingungen
Die Übernahmepläne des Logistikriesen UPS, sich mit dem mexikanischen Expressliefer- und Logistikunternehmen Estafeta zusammenzuschließen, wurden offiziell auf Eis gelegt. Beide Firmen konnten die notwendigen Abschlussbedingungen nicht erfüllen, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Trotz der gescheiterten Fusion bleibt das in Atlanta ansässige Unternehmen optimistisch und verpflichtet sich weiterhin zu Wachstum und Zuverlässigkeit in Mexiko, so ein UPS-Sprecher. Dies tut dem Ziel der Expansion auf dem mexikanischen Markt keinen Abbruch, wie es bereits bei der Ankündigung des Deals im Juli 2024 verlautbart wurde.
CEO Carol Tomé hatte während der letzten Gewinnkonferenz im Juli angemerkt, dass sich die Bemühungen, alle regulatorischen und prä-akquisitorischen Voraussetzungen zu erfüllen, länger hinzogen als erwartet. Die strategische Akquisition sollte ursprünglich die sich wandelnde Rolle Mexikos im grenzüberschreitenden Handel nutzen, da viele Hersteller aufgrund geopolitischer Spannungen und Zöllen ihre Produktionen näher an den US-Markt verlagern. UPS hat in diesem Jahr bereits mehr als 600 Supply-Chain-Analysen durchgeführt, um Kunden bei der Evaluierung von Reshoring-Optionen zu unterstützen.
Estafeta, mit Sitz in Mexiko-Stadt, bietet eine breite Palette an Dienstleistungen an, darunter Frachttransporte, Distributions- und Zollabwicklungsservices sowie der Express-Paketversand. Eine Verbindung der beiden Unternehmen hätte es mexikanischen Versendern ermöglicht, besser auf globale Märkte zuzugreifen, während UPS-Kunden einen effizienteren Zugang zu Mexiko erhalten hätten.

