UPS stärkt Luftfrachtkapazitäten in Asien – Rückgang auf Transpazifik-Strecke
UPS hat seine Luftfrachtkapazitäten sowie die Bodeninfrastruktur innerhalb des asiatischen Marktes erweitert, um der steigenden regionalen Nachfrage nach Warenlieferungen gerecht zu werden. Der Logistikriese hat gleichzeitig seinen Dienst auf transpazifischen Routen in die USA aufgrund zögernder Konsumenten, die durch neue Zölle verunsichert sind, zurückgefahren.
Vergangene Woche verkündete UPS Serviceverbesserungen für Australien und Vietnam. Die Verbindung zwischen dem regionalen Hub in Shenzhen, China, und Sydney, Australien, wurde von einem wöchentlichen auf einen fünfmal wöchentlichen Betrieb erweitert und bietet nun viermal so viel Kapazität. Dies ermöglicht eine schnellere Zustellung aus wichtigen asiatischen Märkten nach Australien. Die Lieferzeit von China, Hongkong, Japan, Malaysia, den Philippinen, Südkorea, Thailand und Vietnam nach Australien beträgt nun zwei Werktage, einen Tag weniger als zuvor. Darüber hinaus kommen Exporte nach Asien und Importe aus Europa nun einen Tag früher an.
Eine weitere Neuerung betrifft die Route Hanoi-Shenzhen, auf der UPS größere Boeing-747-Frachtflugzeuge einsetzt, wodurch sich die wöchentliche Ladungskapazität verdoppelt. Dieser Schritt unterstützt die steigende Nachfrage von Vietnam nach China und weiteren asiatischen Ländern. Vietnam-Kunden profitieren nun von Lieferungen am nächsten Werktag nach China und Hongkong.
Branchen wie Gesundheit, Technologie, industrielle Fertigung und Automobil sind besonders auf Lufttransporte angewiesen. Wilfredo Ramos, Präsident von UPS Asien-Pazifik, betont, dass der innerasiatische Handel widerstandsfähig bleibt und UPS durch mehr Flexibilität, schnellere Lieferungen und tiefere regionale Vernetzung zur Stärkung der Lieferketten seiner Kunden beiträgt.
Im Gegensatz dazu steht die Verringerung der Flugaktivitäten von Asien in die USA. Aufgrund der Erhöhung der US-Zölle auf chinesische Waren und der Aufhebung der zollfreien Regelung für Kleinbestellungen sind die Sendungsmengen von UPS auf der Route China-USA um 35% gesunken, wie CEO Carol Tomé berichtete. Angesichts dieser Veränderungen sind Exporte von China in andere Regionen der Welt attraktiver geworden, mit einem Anstieg um 22,4%.
Die Anpassung von UPS umfasste die Hinzufügung oder Streichung von über 100 Flügen zwischen Asien, Europa und den USA, um auf die sich verändernden Zölle zu reagieren. Besonders bemerkenswert ist die fast verdoppelte Kapazität zwischen Indien und Europa zur Deckung der steigenden Exportnachfrage.
Laut einem Bericht des Barclay's-Analysten Brandon Oglenski ist die Flugaktivität der UPS-Flotte seit Juni um etwa 15% zurückgegangen. Ebenso hat FedEx seine Luftflotte neu organisiert, da die USA den zollfreien Status von individualisierten E-Commerce-Bestellungen aufgehoben haben und die Versandvolumina aus China nachließen.

