Unveränderte US-Politik: JD Vance lehnt israelische Annexionspläne ab
US-Vizepräsident JD Vance verdeutlichte kurz vor seiner Abreise aus Israel seine entschiedene Ablehnung gegenüber einer Annexion des besetzten Westjordanlands durch Israel. In deutlichen Worten verurteilte er die erste Abstimmung des israelischen Parlaments, welche in Richtung einer solche Maßnahmen deutete, als 'sehr dummen politischen Stunt'. Der Vizepräsident betonte, dass das Westjordanland nicht von Israel annektiert werde und bekräftigte die bestehende Position der US-Regierung.
In einer überraschenden Wendung hatte ein Oppositionsantrag zur Annexion ausgewählter Gebiete des Westjordanlands am Mittwoch im israelischen Parlament eine vorläufige Mehrheit erhalten. Dennoch wird eine endgültige Annahme als unwahrscheinlich erachtet. Trotz der Bemühungen ultrarechter Mitglieder der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die sich seit Langem für eine Annexion einsetzen, bleibt die offizielle Haltung der USA konstant.
Auch US-Präsident Donald Trump unterstrich seine Opposition gegen eine israelische Einverleibung des Westjordanlands, worauf die Palästinenser als Teil eines zukünftigen unabhängigen Staates bestehen.
Am Ende seiner Reise machte Vance noch einen Abstecher zum Militärhauptquartier in Tel Aviv. Dort äußerte sich Verteidigungsminister Israel Katz lobend über Vance. Er bezeichnete ihn als 'wahren Freund des Staates Israel', der unter Trumps Führung zur Stabilität in der Region beigetragen habe. Katz bekräftigte zudem Israels Verpflichtung, alle Geiseln zu befreien, die Hamas zu entwaffnen und an einer besseren Zukunft für die Region zu arbeiten.

