Unterwasserdetonation an der Krim-Brücke: Spannungen zwischen Russland und Ukraine eskalieren
Der ukrainische Geheimdienst SBU hat ein weiteres Mal für Aufsehen gesorgt: Mit einer gezielten Sprengstoffexplosion unter Wasser wurde ein tragender Pfeiler der Krim-Brücke schwer beschädigt, meldet die Behörde. Der Angriff, der die Stabilität der Brücke infrage stellt, wurde mit nicht weniger als 1.100 Kilogramm TNT umgesetzt, die über einen längeren Zeitraum hinweg platziert worden waren.
Wie der Geheimdienst versichert, kam bei der Explosion kein Zivilist zu Schaden. Um den Vorfall zu untermauern, veröffentlichte der SBU ein Video, das auf spektakuläre Weise aufspritzendes Wasser und Rauch zeigt. Experten schätzen die Aufnahme als authentisch ein, erklären aber, dass der tatsächliche Schaden am Pfeiler nicht ersichtlich ist.
Moskauer Behörden hingegen äußerten sich zunächst zurückhaltend und bestätigten den Angriff nicht. Allerdings war die Brücke zwischenzeitlich für drei Stunden gesperrt, was auf die Beseitigung von Schäden durch angeblich abgeschossene Drohnen zurückgeführt wurde.
Später wurde die Brücke nochmals gesperrt, grundlose Unterbrechungen des Verkehrsnetzwerkes gefolgt von Berichten über mögliche Angriffe mit Unterwasserdrohnen. Nach einer weiteren dreistündigen Sperre wurde die Brücke schließlich wieder eröffnet.
Die Ukraine, die seit über drei Jahren gegen russische Einmischung kämpft, hat in der Vergangenheit mehrfach Angriffe auf das eindrucksvolle Bauwerk, das die Eisenbahn- und Straßenverbindungen seit 2019 vereint, erfolgreich durchgeführt. Trotz der fortgesetzten Angriffe konnten die Schäden bislang immer repariert und die Brücke wieder in Betrieb genommen werden.

